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Nach Schiri-Schelte: DFB sanktioniert Blessin

Nach seinem verbalen Angriff gegen Schiedsrichter Florian Badstübner wird St. Paulis Trainer Alexander Blessin vom DFB zur Kasse gebeten. Um eine Sperre kommt der Coach aber herum.

Geldstrafe für St. Paulis Coach

Seinen Fehler hatte Alexander Blessin schon nach einigen Minuten eingesehen. Um eine Strafe kommt der Coach des FC St. Pauli dennoch nicht herum. Wie der DFB am Mittwochmittag mitteilte, wurde der 52 Jahre alte Trainer für seine Aussagen über Schiedsrichter Florian Badstübner nach dem 1:2 seiner Mannschaft gegen den SC Freiburg am Sonntag vom zuständigen Sportgericht mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro belegt. Zuvor hatte der DFB-Kontrollausschuss Anklage erhoben.

In seiner Mitteilung schreibt der Verband von „unsportlichem Verhalten“ des Trainers, der sich „in einem Interview unsportlich gegenüber Schiedsrichter Florian Badstübner geäußert und dabei dessen Unparteilichkeit infrage gestellt“ habe.

Blessin hatte kurz nach Abpfiff der Partie im DAZN-Interview gesagt, der Grund für die Heimniederlage gegen die Breisgauer sei gewesen, „dass wir gegen zwölf Mann gespielt haben“. Begründet sah er dies in „vielen Kleinigkeiten“, die Badstübner gegen sein Team gepfiffen habe. Vor dem Freiburger Ausgleich zum 1:1 „waren es auch drei Situationen, in denen er weiterspielen lässt“. In der 80. Minute hatte Blessin von Badstübner die Gelbe Karte gesehen und sagte dazu: „Wenn er mir Gelb gibt und mich dabei höhnisch anlächelt, dann finde ich das respektlos.“

Nach einer kurzen Abkühlungsphase revidierte Blessin seine Schiri-Schelte auf der Pressekonferenz. „Die Aussage, die ich bei DAZN getätigt habe, war nicht clever“, sagte der Coach. „Es ist aus der Emotion heraus passiert, das muss man mir zugestehen.“ Die Gelbe Karte „habe ich verdient“, so Blessin weiter. Dennoch blieb er in einer Sache auch bei seiner Grundhaltung: „Es sind vor dem zweiten Tor kleine Details und in Summe Entscheidungen, die gegen uns getroffen werden. Und diese Situationen können Spiele in eine Richtung kippen.“

Gegen das nun ausgesprochene Urteil geht Blessin offenbar nicht vor. Wie der DFB mitteilte, ist das Urteil bereits rechtskräftig. Was auch bedeutet: Um eine Sperre für die Bundesliga-Spiele nach der Länderspielpause kommt Blessin immerhin herum. Beim wichtigen Auswärtsspiel bei Union Berlin am 5. April wird der Trainer sein Team von der Seitenlinie aus coachen können.

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