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Kessler bleibt bei Kwasniok ruhig, fordert aber Siege

Sechs Partien in Folge hat der 1. FC Köln schon nicht mehr gewonnen. Das zehrt an den Nerven, doch Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler steht zu Trainer Lukas Kwasniok. Allerdings nicht, ohne den Druck sanft zu erhöhen.

„Das liegt in der Natur der Sache“

Gleich nach dem 1:1 des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV bewies Thomas Kessler schon bemerkenswerte Weitsicht. „Wenn wir morgen früh aufwachen“, sagte der Sport-Geschäftsführer der Geißböcke im ZDF-Sportstudio, „ist es ein gewonnener Punkt.“ Tatsächlich hat der Aufsteiger am 26. Spieltag einen Punkt auf den Relegationsplatz gutgemacht. Für den Tabellenstand ist das bedeutungslos, für die Psyche der Kölner nicht. Denn nachdem in der Vorwoche nur die Tordifferenz den Sturz auf Rang 16 verhinderte, verschaffte sich der FC zumindest etwas Luft.

Die Leistung stellt Kessler zufrieden

„Es ist schon so, dass der Punkt uns guttut. Dass wir auswärts etwas mitgenommen haben, war sehr wichtig“, fand Kessler und betonte: „Uns war von vornherein klar, dass wir um den Klassenerhalt kämpfen werden.“ Eine Lesart der Dinge, die auch Trainer Lukas Kwansiok immer wieder betont. Der steht seit Jahresbeginn massiv in der Kritik, weil dem Traditionsklub einfach zu wenige Siege gelingen. Nur zwei sind es seit dem Hinrunden-Duell mit dem HSV am 9. Spieltag (4:1). Damals betrug der Vorsprung auf den Relegationsplatz übrigens acht Zähler.

Dass dieses Polster futsch ist, darf und sollte den Kölnern Sorgen machen. In Panik verfällt Kessler trotzdem nicht. „Wir setzen uns sehr akribisch mit den Themen auseinander und ich finde, dass wir das in Hamburg auch wieder gesehen haben“, urteilte er über die durchaus ansprechende Vorstellung seiner Spieler. Woche für Woche schaue er sich die Arbeit des Trainerteams ganz genau an und bewerte die Arbeit mit den Profis. Doch das Ergebnis lässt Kessler noch nicht so richtig an Kwasniok zweifeln. „Wir sind gut reingekommen und haben eine vernünftige Leistung gebracht. Die Mannschaft bleibt auf dem Gaspedal“, sagte er und erhöhte im gleichen Atemzug sanft den Druck: „Aber es liegt in der Natur der Sache, dass wir wieder Fußballspiele gewinnen müssen.“

Das nächste findet am kommenden Samstag gegen Borussia Mönchengladbach statt, ein emotional aufgeladenes Duell. Verlieren ist dann verboten, um die unruhige Stimmung am Rhein nicht explodieren zu lassen. Ein Sieg wäre noch besser geeignet, um die Lage halbwegs zu stabilisieren. Kessler ist da optimistisch: „Ich habe eine Mannschaft gesehen, bei der ich die absolute Überzeugung habe, dass sie alles in die Waagschale werfen wird, um drei Punkte zu behalten.“

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