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Der Druck bei Werder wächst: „Definitiv ein Finalspiel“

Der neuerliche Rückschlag am Millerntor drückte in Bremen auf die Gemütslage – und der Druck wächst, gerade mit Blick auf die anstehende Aufgabe, die für die Hanseaten von großer Bedeutung sein wird.

Thioune blickt voraus

Vorletzter gegen Letzter. Am Samstag (LIVE! ab 15.30 Uhr bei kicker) kommt es im Bundesligakeller zum Showdown zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim. „Definitiv ein Finalspiel. Eines von mehreren, die jetzt kommen“, weiß Werders Trainer Daniel Thioune. Und auch Clemens Fritz (Geschäftsführer Fußball) stimmt auf entscheidende Wochen an der Weser ein, Wochen, die so schnell wohl nicht enden werden. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es bis zum Ende geht“, betonte Fritz.

Werder muss allerdings sogar darauf hoffen, bis zum Ende überhaupt noch im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben. 13 Spiele lang hat das Team nun nicht mehr gewonnen, ist in der Tabelle tief durchgereicht worden und weiß nur noch Heidenheim hinter sich. Immerhin ist der Rückstand auf Platz 15 und das rettende Ufer nicht groß, nur ein Punkt ist es auf den VfL Wolfsburg.

Es braucht einen Schulterschluss

„Wir brauchen einen Befreiungsschlag“, weiß Kapitän Marco Friedl und korrigiert umgehend: „Wir hätten ihn schon vor ein paar Wochen gebraucht.“

Eigentlich bräuchte es jetzt aber auch den großen Schulterschluss aller, die es mit den Grün-Weißen halten. Doch nach dem Ende der 90 enttäuschenden Minuten am Millerntor war nach dem 1:2 gegen den direkten Rivalen FC St. Pauli dem Anhang zunächst nicht danach, der Mannschaft uneingeschränkt den Rückhalt zu signalisieren. Unter Pfiffen wiesen die mitgereisten Fans die Spieler darauf hin, doch lieber direkt den Weg von der Kurve in die Kabine einzuschlagen.

Leonardo Bittencourt zeigte dafür Verständnis. „Manchmal ist es besser, wenn man sagt, ‚hey, geh mal lieber in die Kabine'“, sagte der Mittelfeldmann und wies darauf hin, dass das ehrlicher sei und man so auch verhindere, dass Dinge gesagt werden, die am Ende nicht schön sind, was im Fußball nunmal auch häufiger vorkomme.

„Wir verstehen die Enttäuschung der Fans“, stellte Clemens Fritz ohne Umschweife fest, machte aber weiter Mut. „Wir brauchen jetzt unbedingt einen Sieg. Ich habe trotz der Niederlage eine Mannschaft gesehen, die an unsere Spielidee glaubt und nicht zerfällt, wenn sie in Rückstand gerät. Dass 13 Spiele ohne Sieg auch in den Köpfen ein großes Thema ist, lässt sich nicht leugnen. Wir arbeiten weiter. Es fehlt nicht viel.“ In den vergangenen 13 Spielen fehlte aber jedes Mal dann eben doch irgendetwas.

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