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Bayerns Ziel mit Gnabry

Serge Gnabry befindet sich in seinem letzten Vertragsjahr und spielt endlich wieder auf dem Niveau, das ihn zum Nationalspieler gemacht hat. Manuel Neuer ist keiner mehr, aber auch mit bald 40 Jahren in Topform.

Kompanys Worte über Neuer

Fast verlief die Pressekonferenz des FC Bayern vor dem Spiel in Hoffenheim ungewohnt ruhig. Keine Fragen zu Transfers, keine zu Uli Hoeneß oder Max Eberl, eine ganz am Ende zum beginnenden Oktoberfest. Aber nur fast. Denn vor Kurzem galt Serge Gnabry noch als Verkaufskandidat, nun soll Sportdirektor Christoph Freund erklären, wann er bitteschön mit dem Nationalspieler in die Vertragsverhandlungen einsteigt.

Der Vertrag des 30-Jährigen läuft bekanntlich Ende Juni 2026 aus. Seit 2018 spielt er für die Münchner, beim Gewinn der Champions League 2020 gehörte er sehr wohl zu den Leistungsträgern. Doch die Jahre danach prägten eher Tiefen als Höhen, auch Verletzungsprobleme machten dem torgefährlichen Offensiv-Allrounder zu schaffen, bremsten ihn immer wieder aus.

„Serge ist wieder richtig fit und hat eine unglaubliche Qualität. Es macht Spaß, ihm zuzuschauen“, lobte Freund, zudem verfüge der Spieler über einen „herausragenden Charakter“, er sei auch außerhalb des Platzes wichtig für die Mannschaft. Apropos wichtig: „Unser Ziel für die kommenden Monate ist, dass er fit bleibt“, sagte Freund, alles andere käme anschließend.

Unabhängig vom Formanstieg Gnabrys, der aktuell sehr fit wirkt, werden die Bayern nicht nur diese Saison beurteilen müssen, sondern auch die Jahre davor. Auch beim Gehalt müsste Gnabry wohl Abstriche machen, sollten beide Seiten an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert sein. Zukunftsmusik, bei seinem Ex-Klub Hoffenheim will Gnabry an seine jüngsten Leistungen als Zehner anknüpfen. In der Bundesliga sammelte er an den ersten drei Spieltagen zwei Tore und zwei Assists bei einem imposanten Notenschnitt von 1,83.

Kompany: Neuer spielt ohne Druck

Den kann Manuel Neuer allein schon mangels Beschäftigung nicht vorweisen, der Torwart erhielt in allen vier Pflichtspielen die Note 3, ist dennoch top in Form. „Irgendwann in einer Karriere kommt die Phase, wo man keinen Druck mehr hat“, erklärte Trainer Vincent Kompany, verwies dabei auch auf seine eigene als Spieler. „Man kann Manu nichts mehr wegnehmen, er hat alles erreicht, soll einfach Spaß in dieser Saison haben.“

Kompanys Eindruck, seit er mit Neuer zusammenarbeitet: „Er wird von Woche zu Woche besser.“ Wohl auch, weil er gesund ist und ohne die Nationalmannschaft genügend Pausen erhält. „Man spürt, dass er viel Lockerheit ausstrahlt und dennoch zu hundert Prozent fokussiert ist“, sagte Kompany, das sei eine gute Mischung.

Am Anfang einer Karriere, so wie aktuell Lennart Karl, und am Ende gebe es keinen Druck mehr. Wer Neuer kennt, der weiß: Den macht er sich schon selber. Gewinnen will er weiter. Und ob er am Saisonende aufhört, dürfte auch längst noch nicht entschieden sein.

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