Während Fisnik Asllani und Tim Lemperle einen Traumeinstand bejubelten, mussten Koki Machida und Wouter Burger bittere Rückschläge einstecken.
Zwangspause auch für Burger
Lange hatte die TSG nach diesem Profil eines linksfüßigen Innenverteidigers gefahndet, nun fällt Neuzugang Koki Machida bereits nach dem ersten Spieltag für lange Zeit aus und reißt erneut eine schmerzhafte Lücke in die Hoffenheimer Abwehrreihe. Während sich die Torschützen Fisnik Asllani und Tim Lemperle über einen traumhaften Auftakt freuen durften, erwischte der Japaner am Samstag beim 2:1-Auswärtssieg in Leverkusen einen gebrauchten Tag.
Schon nach wenigen Minuten war der 27-Jährige beim entschlossenen Vorwärtsverteidigen zu spät dran, räumte in der Folge Bayer-Stürmer Schick resolut ab und handelte sich gleich die erste Ermahnung von Schiedsrichter Daniel Siebert ein. Auch beim ersten gegnerischen Standard war Machida hinten dran und konnte das 0:1 durch Quansah nicht verhindern. Bei einem späteren fast identischen Standard war der Hoffenheimer zwar besser im Geschehen, hätte den Ball aber um ein Haar ins eigene Tor geköpft und zwang Oliver Baumann zur ersten starken Parade.
Komplett unglücklich verlief dann aber seine bis vorerst letzte Aktion. Auf der rechten Hoffenheimer Abwehrseite drohte Grimaldo sich durchzutanken, Machida fuhr dem Spanier umständlich mit dem starken linken statt mit dem in diesem Fall angebrachten rechten Fuß massiv in die Parade. Zwar schien der Japaner auch den Ball touchiert zu haben, räumte aber Grimaldo resolut ab, und wurde dabei vom Gegner massiv im Kniebereich getroffen. Bereits noch vor der Pause war Machidas unglückseliges Bundesligadebüt bereits beendet.
TSG fahndet nach einer Alternative
„Bei Koki Machida ist es sicherlich eine schwerwiegende Verletzung, die einen längeren Ausfall mit sich bringt“, hatte Trainer Christian Ilzer direkt nach der Partie bestätigt, eingehende Untersuchungen bestätigten am Sonntag das Schlimmste. Machida zog sich einen Kreuzbandriss zu, muss operiert werden und fällt lange aus. „Das ist eine bittere Nachricht für uns und natürlich für Koki selbst. Er hat sich als Neuzugang in kürzester Zeit hervorragend in die Mannschaft integriert und spielt vor allem in unserer Defensive eine tragende Rolle. Vor diesem Hintergrund tut uns dieser Ausfall weh“, sagt Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker, der nun kurzfristig nach einer Alternative fahndet, „wir werden Koki mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen und fest an seiner Seite stehen. Wir müssen bei Koki mit einer längeren Ausfallzeit rechnen. Daher werden wir noch einmal die Augen auf dem Transfermarkt offen halten – nach einem möglichen Ersatz auf der Position des linken Innenverteidigers.“
Mit Stanley Nsoki (zu Union Berlin) und Attila Szalai (zu Kasimpasa) hatte die TSG bereits zwei linksfüßige Innenverteidiger aussortiert und verliehen.
Burger fällt vorerst aus
Nicht ganz so schlimm erwischte es dagegen Wouter Burger. Dem Niederländer war unmittelbar vor dem Pausenpfiff Grimaldo unglücklich in die Hacken gelaufen, demnach zog sich der Sechser eine Außenbandverletzung im Sprunggelenk zu und fällt ebenfalls vorerst aus. Damit muss Ilzer seine erfolgreich gestartete Mannschaft gleich wieder umbauen im ersten Heimspiel am Samstag gegen Eintracht Frankfurt.
Der erneut stark aufspielende Rechtsverteidiger Vladimir Coufal hatte zudem mit Problemen an der linken Oberschenkelrückseite ausgetauscht werden müssen, scheint aber keinen strukturellen Schaden erlitten zu haben.

