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Wohlgemuth nimmt Woltemade in Schutz

Keine Bewegung im Poker zwischen Stuttgart und München um Nick Woltemade. Der Wechsel droht zu platzen und dem Spieler der Unmut der Fans. Sportchef Fabian Wohlgemuth will das nicht glauben und stellt sich schützend vor ihn.

Stuttgarts Sportchef erneuert den Willen, den Nationalspieler zu halten

Es ist das Thema des Sommers: Der VfB Stuttgart, der FC Bayern und der wechselwillige Nick Woltemade. Drei, die nicht zueinanderfinden, was dazu führt, dass der Nationalspieler zwischen alle Stühle gerät. Und viel schlimmer noch: Er droht bei den VfB-Fans in Ungnade zu fallen. Womit der 23-Jährige nicht der erste und nicht der letzte Profi wäre. Denn die Liebe der Fans ist bekanntlich unergründlich und unerschöpflich. Ihr Unmut allerdings nicht weniger.

Wie werden die VfB-Fans auf Woltemade reagieren?

Nachdem die Gespräche zwischen Neckar und Isar bisher keine Annäherung gebracht haben und weiterhin eine dreistellige Ablöseforderung und ein halb so großes Angebot im Raum stehen, wird die Wahrscheinlichkeit, dass Woltemade beim VfB bleibt beziehungsweise bleiben muss, von Tag zu Tag größer. Zum Start ins Stuttgarter Trainingslager vom 28. Juli bis 3. August in Rottach-Egern, pikanterweise nahe München, wird der Offensivmann von den Schwaben zurückerwartet.

Zurück in den Kreis der Mannschaftskollegen. Mitten unter die gewohnt zahlreich anreisenden VfB-Anhänger, auf deren Reaktionen man gespannt sein darf. Fabian Wohlgemuth glaubt nicht daran, dass man Woltemade unfreundlich begegnen wird. „Damit rechne ich nicht“, sagt der Sportvorstand gegenüber dem kicker, der die Situation nüchtern und ohne übertriebene Emotionalität betrachtet und bewertet sehen will. „Es ist absolut verständlich, dass sich ein Spieler mit außerordentlichen Angeboten anderer Klubs beschäftigt. Und um ein solches handelt es sich, wenn ein Verein wie der FC Bayern anfragt.“

„Es ist bisher weder Porzellan noch etwas anderes zerschlagen worden.““ (Sportvorstand Fabian Wohlgemuth)

Das gehöre zum Geschäft, wie man es kennt. Entsprechend ist der 46-Jährige „sicher, dass unsere Fans diesen laufenden Vorgang sehr differenziert betrachten“. Für Wohlgemuth gibt es auch keinerlei Grund für Animositäten. Woltemade habe sich nichts zu Schulden kommen lassen. „Es ist bisher weder Porzellan noch etwas anderes zerschlagen worden“, macht der Sportchef deutlich.

Bei der heutigen Starteinheit fehlten neben Woltemade auch die anderen VfB-Nationalspieler Alexander Nübel, Maximilian Mittelstädt, Deniz Undav und Ermedin Demirovic, die nach Saisonende noch international zu spielen hatten. Sie werden am Wochenende zur Mannschaft stoßen. Wie auch Enzo Millot, der weder aus sportlichen noch transferbedingten, sondern privaten Gründen Sonderurlaub bekommen hat.

Millot hat durchblicken lassen, dass er wechseln würde

Ob der Franzose bleibt oder doch noch von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch macht und wechselt, ist offen. „Er hat im Gespräch mit uns durchblicken lassen, dass ein Transfer eine theoretische Option für ihn darstellt“, so Wohlgemuth, der abseits des Trubels weiterhin an der Kaderplanung arbeitet.

Gespräche wegen Jander und Konstantelias laufen

Die Gespräche mit Nürnberg und Saloniki in Sachen Caspar Jander und Giannis Konstantelias laufen. Auch hier liegen der VfB und die Klubs bei den Ablösevorstellungen auseinander. Für Jander sind rund acht Millionen geboten, der FCN will mindestens 13 Millionen, für Konstantelias liegen 14 auf dem Tisch und werden mindestens 20 aufgerufen.

Von den bereits getätigten Verpflichtungen standen heute Lorenz Assignon (von Stade Rennes) und Lazar Jovanovic (Roter Stern Belgrad) auf dem Rasen. Noah Darvich, der vom FC Barcelona B gekommen ist, fehlt noch mindestens eine Woche aufgrund muskulärer Probleme, die er sich bei der U-19-Europameisterschaft zugezogen hat. Ebenfalls verletzt und angeschlagen fehlten Leonidas Stergiou, der an einer Syndesmose-Verletzung laboriert und in der Schweiz sein Reha-Programm absolviert, sowie Jakob Bruun Larsen, der muskuläre Probleme aus der Pause mitgebracht hat.

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