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Wohlgemuth kürt Nartey zum Mann der Hinrunde

Glücklich waren nach dem Erfolg gegen Frankfurt alle. Manche sogar etwas mehr als andere. Aber einer hatte ganz besonders Grund dazu. Nikolas Nartey feierte mit seinem ersten Tor für den VfB Stuttgart eine für ihn perfekte Hinrunde.

Stuttgarts Pechvogel erzielt gegen Frankfurt sein erstes Tor

Sie können das Wort nicht mehr hören. „Dezember-Fazit, Weihnachtsfazit, Januar-Fazit, Februar-Fazit, Hinrunden-Fazit“, frotzelt Fabian Wohlgemuth auf die Frage, wie er die nunmehr komplette erste Saisonhälfte bewertet. 32 Zähler in 17 Spielen und damit drei mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Dazu die beiden Erfolge gegen die Mitkonkurrenten um einen internationalen Platz Leverkusen und Frankfurt seien „überragend“, so der Stuttgarter Sportvorstand, für den auch die Art und Weise der Darbietungen entscheidend ist. „Wir haben die Spiele relativ sicher nach Hause gefahren. Das macht Mut für die kommenden Spiele.“ Innerhalb weniger Tage zwei solche Erfolge einzufahren, „ist schon außergewöhnlich“.

„Das nötigt mir extrem Respekt ab.“ (VfB-Sportchef Fabian Wohlgemuth)

Was auch auf Nikolas Nartey zutrifft, den der 46-Jährige hervorhebt. Es gäbe viele Spieler, die es verdient hätten, erwähnt zu werden. „Aber das ist eine besondere Geschichte. Er ist so eine Art Mann der Hinrunde mit seiner Vorgeschichte“, sagt Wohlgemuth.

„Wer so lange verletzt ist und in dieser Form wiederkommt, dazu zum richtigen Zeitpunkt, im richtigen Moment, an der richtigen Stelle steht und für uns den Sieg einfährt, ist natürlich eine ganz besondere Geschichte. Dass man nach so einer langen Leidenszeit so zurückkommt, ist schon sehr außergewöhnlich. Er hat sich im Training unglaublich aufgerieben, hat für seine Chance gekämpft. Immer wieder diese Motivation zu entwickeln, immer wieder nach Rückschlägen neu anzufangen und trotzdem immer das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, nötigt mir extrem Respekt ab.“

Immer in Sorge vor der Sportinvalidität

Der Däne, den eine langwierige Knorpelverletzung im Knie an den Rand der Sportinvalidität geführt hat, ist seit Saisonbeginn fester Bestandteil des VfB-Kaders. Mehr noch. Er kommt auf ordentliche Einsatzzeiten, insgesamt sogar auf 15 Ligaspiele. Jetzt krönte er die Hinrunde mit seinem entscheidenden Treffer zum 3:2 gegen Frankfurt.

„Das war richtig geil, ein sehr geiles Gefühl“, sagt Nartey, der sich erstmal bei Mannschaft und besonders bei Trainer Sebastian Hoeneß bedankt. „Ich habe hart gearbeitet, immer an mich geglaubt und eine gute Mannschaft um mich. Außerdem hat mir der Trainer immer sehr viel Vertrauen geschenkt. Das hilft zwischendurch.“ Wenn die dunklen Tage kommen, das Knie mal wieder zwickt und der Kopf sich um die Zukunft sorgt. „Natürlich gab es Tage, an denen es mir nicht so gut ging, an denen ich dachte, alles sei scheiße. Aber die Familie und die Freunde haben mir sehr geholfen.“

„Es hat ein bisschen länger gedauert. Aber es hat sich gelohnt.“ (Nikolas Nartey)

Seinen ersten Treffer hat der frühere U-21-Nationalspieler Dänemarks gefeiert, als betrete er Neuland. „Es ist schon lange her, dass ich mal getroffen habe. Das war pure Emotion. Ich hatte keine Ahnung, wie ich jubeln soll, habe einfach die Arme geschwenkt“, sagt der 25-Jährige, der 2019 vom 1. FC Köln zum VfB kam und lange Zeit vom Verletzungspech verfolgt wurde. Er habe aber nie aufgegeben. „Ich wollte mich immer durchsetzen. Es hat ein bisschen länger gedauert. Aber es hat sich gelohnt.“

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