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Wird Baldé der Vorbereitungs-Verlierer?

Am Mittwoch war Fabio Baldé zumindest zu Beginn der Einheit mal wieder auf dem Trainingsplatz. Wegen einer Erkältung setzt das HSV-Talent bereits seit dem Wochenende aus, übte am Vormittag individuell und sehr dosiert. Das ist zu wenig, während ein Flügel-Konkurrent punktet.

HSV-Talent startete genau vor einem Jahr durch

Vor ziemlich genau einem Jahr gehörte der Flügelstürmer zu den großen Entdeckungen der Sommervorbereitung, schwang sich unter Ex-Trainer Steffen Baumgart völlig überraschend mit seinen Sturmläufen zum Hoffnungsträger auf und bestätigte diesen Eindruck im Saisonverlauf auch. Immerhin 22 Einsätze, ein Tor und vier Vorlagen sind ein vorzeigbares Zeugnis nach der ersten Profi-Saison. Ausgerechnet aus der laufenden Sommer-Vorbereitung aber könnte Fabio Baldé als Verlierer hervorgehen.

Während der ersten Trainingswoche bis weit hinein in das erste Trainingslager in Herzogenaurach konnte der 20-Jährige wegen Adduktorenproblemen kein Mannschaftstraining bestreiten, und Sportvorstand Stefan Kuntz hatte schon da angemahnt: „Ich versuche den Jungen klarzumachen, dass jede einzelne verpasste Trainingseinheit mehr wiegt als alles andere. Wenn du eine Woche nicht trainierst, holst du das nicht in einer Woche wieder auf. Dafür brauchst du zwei Wochen – und dann ist die Hälfte der Vorbereitung schon wieder rum.“

Im Duell mit Philippe sammelt Sahiti Punkte

Baldé ist nach verspätetem Einstieg wegen seiner Erkältung nun schon wieder raus aus dem laufenden Trainingsbetrieb, hatte deswegen auch schon am vergangenen Samstag beim 0:4 gegen Olympique Lyon gefehlt. Noch schlimmer: Von den bisherigen fünf Testspielen in der laufenden Vorbereitung stand er in noch keinem zur Verfügung und droht den Anschluss zu verlieren.

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Baldé ist in erster Linie als Backup für Linksaußen Jean-Luc Dompé eingeplant, kam aber in der Vorsaison auf beiden Flügelpositionen zum Einsatz. Und während er sich bislang durch die Vorbereitung stottert, sammelt auf der rechten Seite Emir Sahiti wertvolle Punkte. Der Kosovare galt nach der Verpflichtung von Rayan Philippe zunächst als Außenseiter, hat in den letzten Tests aber Boden gegenüber dem Ex-Braunschweiger gut gemacht und war in seinen Jokereinsätzen zumeist auffälliger als der Franzose. Er sagt: „Ich hoffe, ich werde den Kampf gewinnen. Ich möchte jedes Spiel machen.“

Das Geheimnis von Sahiti im Kampf um seinen Platz klingt simpel: „Ich gebe 100 Prozent im Training.“ Für Baldé hingegen geht es darum, überhaupt wieder ins Training zu kommen. Stand jetzt, ist nahezu sicher, dass der gebürtige Hamburger auch den sechsten Test dieser Vorbereitung, am kommenden Samstag beim SC Freiburg, verpassen wird.

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