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Wiedervereint mit Dardai: Maier wechselt zu Ujpest Budapest

Einst galt Arne Maier als großes deutsches Mittelfeldtalent, beim FC Augsburg pendelte er zuletzt zwischen Ersatzbank und Tribüne. Nun zieht es den 27-Jährigen zu seinem einstigen Förderer nach Ungarn.

Abschied vom FCA

Im Januar 2018 fiel die Wahl nicht schwer: Der kicker zeichnete Arne Maier beim traditionellen Mercedes-Junior-Cup, einem Hallenturnier in Sindelfingen, als besten Spieler aus. Überragend der Auftritt des Talents von Hertha BSC, dem von vielen Experten eine große Karriere prophezeit wurde. In die Bundesliga schaffte es der Mittelfeldspieler, nun verabschiedet er sich im besten Fußballeralter in die fußballerische Bedeutungslosigkeit nach Ungarn zu Ujpest Budapest.

Der Tabellen-Neunte der ersten ungarischen Liga holt Maier ein halbes Jahr, bevor sein Vertrag beim FC Augsburg ausgelaufen wäre. Eine Verlängerung stand nie zur Debatte. Eine hohe Ablöse bekommt der Bundesligist nicht, Boni und eine Beteiligung bei einem Weiterverkauf dürften aber Vertragsgegenstand beim Transfer sein.

In Budapest wird Maier auf Pal Dardai treffen, der dort mittlerweile Sportdirektor ist. Unter dem Trainer Dardai feierte Maier im Mai 2017 noch als 17-Jähriger sein Bundesliga-Debüt bei Hertha BSC. Doch schon bald stagnierte die verheißungsvoll begonnene Karriere, verlieh der Hauptstadtklub Maier im Corona-Herbst 2020 an Arminia Bielefeld.

In Augsburg gut unter Trainer Maaßen

Im August 2021 lieh der FC Augsburg Maier aus, ein Jahr später verpflichtete er ihn fest für fünf Millionen Euro. Dort lief es für ihn vor allem in der Zeit unter Trainer Enrico Maaßen gut. Fünf Tore und eine Vorlage in 2022/23 lesen sich gut, Maaßen ließ Maier öfter über die rechte Außenbahn kommen und von dort nach innen ziehen. Schon unter Jess Thorup jedoch verringerte sich die Einsatzzeit mehr und mehr, mutierte Maier zur Teilzeitkraft.

Weder Sandro Wagner noch Manuel Baum fanden in dieser Saison Verwendung für den zweifelsfrei mit Talent gesegneten Maier, der in dieser Spielzeit lediglich beim Bundesligaauftakt in Freiburg beim 3:1-Sieg des FCA in den Schlussminuten eingewechselt wurde. Längst hatten und haben ihm Spieler wie Alexis Claude-Maurice, Fabian Rieder, Anton Kade, Mert Kömür oder Ismael Gharbi den Rang abgelaufen.

Deshalb ist ein Wechsel nur konsequent, um die arg ins Stocken geratene Karriere über den Umweg Ungarn vielleicht noch einmal in Schwung zu bringen. Insgesamt hat Maier 184 Bundesligaspiele mit acht Toren bestritten. Nicht schlecht, aber mit dem Geschmäckle, dass so viel mehr möglich gewesen wäre.

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