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Werder gegen Heidenheim: Ein Krisenduell der seltenen Art

Zum vierten Mal in der Bundesliga-Geschichte kreuzen zwei Klubs die Klingen, die in der betreffenden Saison vor dem Duell mindestens zehn Spiele in Folge sieglos waren. Ein Blick zurück.

Erst zum vierten Mal in der Bundesliga

Die Lage ist dramatisch, Werder ist seit 13 Spielen sieglos und Tabellenvorletzter, Schlusslicht Heidenheim wartet seit zehn Partien auf einen Dreier – und kann sich bei bereits sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsrang eigentlich keinen weiteren Ausrutscher erlauben, erst recht nicht in einem „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen einen Mitkonkurrenten im Keller. Für Werder gestaltete sich die Sache etwas angenehmer, schließlich ist man nur einen Punkt vom rettenden Ufer entfernt.

Nürnberger Befreiungsschlag vor 33 Jahren

Blickt man in die Vergangenheit, dann ist es in der Geschichte der Bundesliga erst viermal passiert, dass zwei Mannschaften, die seit mehr als zehn Spielen in Folge sieglos sind, direkt aufeinandertreffen. Das letzte Mal war das vor 33 Jahren der Fall, als der 1. FC Nürnberg am 34. Spieltag der Saison 1992/93 den 1. FC Saarbrücken zu Gast im Frankenstadion hatte. Der Club sicherte sich damals quasi auf den letzten Drücker mit einem 4:1 den Ligaverbleib und beendete damit auch zugleich eine 13 Spiele währende Sieglosserie. Aufsteiger Saarbrücken wiederum verabschiedete sich mit der 16. Schlappe in Serie aus dem Oberhaus.

Dortmunder Doppelpack

Zwei Jahre zuvor hatte es binnen einer Saison gleich zwei solcher Duelle gegeben – und beide Male war Borussia Dortmund beteiligt. Am 28. Spieltag kam der bis dato seit zehn Spielen sieglose BVB vor heimischem Publikum gegen SG Wattenscheid 09 – die SG war mit einem Negativlauf von 14 Partien ohne Sieg zum großen Nachbarn gereist – nicht über ein 2:2 hinaus und spielte nur eine Woche später bei Hertha BSC abermals 2:2. Nach Adam Riese war das gleichbedeutend mit dem zwölften Spiel ohne Sieg in Serie für Schwarz-Gelb, bei der Alten Dame war es zu diesem Zeitpunkt sogar die 15. Partie ohne Erfolgserlebnis.

Sowohl Hertha als auch Wattenscheid waren damals Liganeulinge, beide landeten am Saisonende übrigens hinter Dortmund, das Zehnter wurde. Der Bochumer Stadtbezirk Wattenscheid wurde Elfter, während Hertha BSC als deutlich abgeschlagenes Schlusslicht den Gang ins Unterhaus antreten musste.

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