In Norddeutschland wird es richtig ungemütlich in den nächsten Tagen. Werder Bremen hat vor dem Spiel am Samstag bereits Vorkehrungen getroffen und zusätzliches Personal im Einsatz.
Fragezeichen hinter Einsatz von Backhaus
Der Winter hat Deutschland derzeit fest im Griff und wird vor allem Norddeutschland auch in den nächsten Tagen weiter beschäftigen. Werder Bremen hat sich vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (LIVE! ab 15.30 Uhr bei kicker) darauf vorbereitet und ist in enger Abstimmung mit der DFL.
Auf der Pressekonferenz am Donnerstagmorgen appellierte Werders Mediendirektor Christoph Pieper an die Fans, ohne Auto und frühzeitig anzureisen. Zudem versprach er, dass rund um das Stadion regelmäßig geräumt werde, um eine gefahrlose An- und Abreise zu gewährleisten. Die Wettervorhersage erwartet Sturm, Schneefälle und glatte Straßen für die nächsten Tage. Bis Samstag soll es zunächst noch verbreitet Schneefälle geben, ehe sich die Wetterlage voraussichtlich beruhigt.
Werder rüstet auf: 50 Leute zusätzlich im Einsatz
Werder scheint bestens vorbereitet zu sein, denn für den Spieltag seien 50 Leute zusätzlich im Einsatz, sodass sogar während des Spiels geräumt werden kann. „Was passiert, wenn zwei Meter Schnee fallen, wage ich nicht zu beurteilen“, sagte Pieper, ergänzt aber: „Wir gehen davon aus, dass das Spiel durchgeführt werden kann.“ Auch die Greenkeeper seien alarmiert und sorgen dafür, dass der Rasen frei bleibe. Trainer Horst Steffen sieht die Wetterlage ganz entspannt. „Grundsätzlich kennen wir die Bedingungen im Winter. Ich gehe von einem freien Rasen aus“, so Steffen am Donnerstag. Ob es minus sieben oder null Grad habe, spiele dann keine Rolle.
Sportlich geht es um die Trendwende
Sportlich geht es für sein Team darum, einen Haken an die letzten Spiele zu machen. Werder ist seit fünf Bundesligaspielen ohne Sieg, seit drei Spielen ohne eigenen Treffer (das offensiv einmal mehr erschreckend schwache 0:0-Testspiel beim FC St. Pauli inklusive) und die drei kommenden Gegner zunächst neben Hoffenheim Dortmund (Dienstag) und Frankfurt (Freitag).
„Ich traue uns zu, jedes Spiel zu gewinnen“, glaubt Steffen dennoch an seine Truppe. Vermutlich wird er wieder auf eine Dreierkette in der Defensive setzen. Unmittelbar nach dem 0:4 gegen Stuttgart sei der Impuls in der Trainerkabine dazu gekommen, verriet Steffen. „Wir haben natürlich auch immer Gespräche mit den Spielern. Manchmal wird deren Meinung berücksichtigt und manchmal nicht“, erklärt der Coach. Insofern sei die Mannschaft und das Trainerteam immer beteiligt, wenn es um taktische Umstellungen ginge.
Backhaus nach Zusammenprall angeschlagen
Derweil steht noch ein kleines Fragezeichen hinter dem Einsatz von Mio Backhaus. Nach einem Zusammenprall im Training hat er einen Cut über dem Auge. Der Bereich ist leicht geschwollen. „Es ist eine Frage des Sichtfelds. Wenn das Auge frei ist, kann er spielen. Wir sind da aber ganz zuversichtlich“, glaubt Steffen allerdings an eine schnelle Genesung seines Keepers.

