Wie geht es weiter mit Victor Boniface beim SV Werder Bremen? Leiter Profifußball Peter Niemeyer spricht über die Situation des Leihstürmers.
Werder sucht Ersatz
Beim Trainingsauftakt am Freitagmittag fehlte er erwartungsgemäß, bereits vor der ersten Einheit im Jahr 2026 hatte der SV Werder Bremen ja bekanntgegeben, dass Victor Boniface aufgrund seiner Knieverletzung in der kommenden Woche den Rat des Kniespezialisten Dr. Christian Fink einholen wird.
Am 8. Januar wird der Angreifer, der nach einem Nigeria-Aufenthalt zum Jahresende aktuell wieder in Bremen weilt, in Österreich erwartet: „Er wird nach Innsbruck reisen, um sich dort untersuchen zu lassen“, erklärte Leiter Profifußball Peter Niemeyer: „Und dann wird eine Entscheidung fallen.“ Ob sich Boniface einer Operation unterziehen wird – oder nicht.
Wie es dann weitergeht, dazu hält man sich in Bremen bis zur Untersuchung noch bewusst zurück, zumal das Handeln auch in Abstimmung mit Stammverein Bayer Leverkusen erfolgt.
Trägt Boniface das Werder-Trikot noch einmal?
Die Frage, ob Boniface das Werder-Trikot nach gerade mal elf (torlosen) Einsätzen über eine Gesamtdauer von 326 Minuten noch einmal tragen wird, beantwortete Niemeyer jedenfalls wie folgt: „Ja, die Möglichkeit besteht schon, keine Frage. Aber Stand jetzt ist die Verletzung da…“
Die Ärzte der beiden Bundesliga-Klubs hätten ihre Einschätzungen bereits hinterlegt – nun gilt es auf die Empfehlung aus Österreich zu warten, um dann „gemeinsam eine Entscheidung zu treffen“, so der 42-Jährige. Die Anzeichen wirken jedenfalls einigermaßen deutlich.
Zumal auch Cheftrainer Horst Steffen am Freitag sagte: „Victor steht aktuell nicht zur Verfügung. Wir schauen, was bei der Untersuchung herauskommt – und müssen wahrscheinlich einen Ersatz suchen.“
„Wir haben uns mehr erhofft von dieser Leihe“
Sollte Boniface sich dem Eingriff unterziehen, dürfte die Saison vorzeitig für ihn beendet sein – und das Zwischenfazit von Niemeyer zur Last-Minute-Verpflichtung im Sommer auch endgültig bestehen bleiben.
„Wir haben das als Chance gesehen, aber bei einer Chance ist natürlich auch ein gewisses Risiko dabei“, befand der Leiter Profifußball: „Am Ende muss man natürlich sagen: Wir haben uns alle mehr erhofft von dieser Leihe, das ist leider nicht so aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt haben.“
Und so bricht Werder vor dem Bundesliga-Re-Start am kommenden Samstag gegen Hoffenheim aller Voraussicht nach eine weitere Alternative im bislang ohnehin schwachen Sturm weg. Der Klub braucht Verstärkung – und sucht längst danach: „Wir nehmen den Druck natürlich auch wahr“, sagte Niemeyer: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir es schnellstmöglich durchbekommen:“

