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Von der 3. Liga in die Europa League: Makengo bleibt lernwillig

In der kommenden Saison wird der Konkurrenzkampf auf der Linksverteidigerposition beim SC Freiburg wohl wieder zwischen Routinier Christian Günter und Jordy Makengo ausgetragen. Zwischenzeitlich hatte der Franzose den SC-Kapitän ersetzt, als dieser verletzt war, dann wurde er wieder verdrängt und ist zuletzt wieder an ihm vorbeigezogen.

Freiburger Linksverteidiger hofft auf mehr Spiele und Scorerpunkte

Beim abschließenden Testspiel im Trainingslager in Schruns gegen Dynamo Dresden (3:3) hat Jordy Makengo keine so glückliche Figur abgegeben. Der 23-Jährige spielte in den zweiten 60 Minuten, verlor vor dem zwischenzeitlichen 0:2 den Zweikampf gegen den Torschützen und verschuldete auch noch einen Elfmeter, den Torhüter Florian Müller allerdings parierte. Es war zumindest teilweise ein Beispiel für eine seiner Schwächen, die er selbst noch bei sich sieht: die Konzentration. „Da habe ich am Anfang in Freiburg viele Fehler gemacht, aber ich habe mich da verbessert“, sagte er. „Auch bei Kopfbällen bin ich besser geworden, muss aber weiter daran arbeiten, auch an meinen Flanken und dem ersten Kontakt – insgesamt habe ich aber viele Fortschritte gemacht im vergangenen Jahr.“

Trotzdem sei die vergangene Saison etwas schwierig für ihn gewesen, erklärte der Franzose, weil er weniger gespielt hat. Er hatte zwar nur einen Einsatz weniger in der Bundesliga als in der Saison 2023/24 (20), aber insgesamt weniger Spielminuten, zumal in der Saison davor auch noch Europa-League-Einsätze hinzu kamen. Seinen ersten Startelfeinsatz bei den Profis hatte er im November 2023 im Heimspiel gegen Olympiakos Piräus. „Das war ein top Gefühl, ich war etwas nervös, aber das hat sich im Spiel gelegt“, erinnerte sich Makengo, „das war ein toller Abend, wir haben 5:0 gewonnen, und ich habe ein Tor vorbereitet.“

Wiedersehen mit Trainer Stamm

Diese Partie im Europa-Park Stadion gehört zu seinen „schönsten Erlebnissen beim SC“ bisher, dazu zählt er aber auch seine zweite Drittligasaison In Freiburg, als er Stammspieler war und das Team am Ende Zweiter wurde. „Wir hatten eine tolle Gruppe und Mannschaft, und bei Thomas Stamm habe ich viel gelernt, ich bin ihm sehr dankbar“, sagte er über seinen Ex-Coach. Beim Testspiel gegen Dresden gab es ein Wiedersehen mit dem jetzigen Dynamo-Trainer und auch mit einigen ehemaligen Mitspielern.

Nach Stamm und Christian Streich ist Julian Schuster der dritte Trainer beim SC für den Franzosen, der 2021 von AJ Auxerre nach Freiburg kam. „Für mich hat sich nicht viel verändert, ich kenne Schusti schon lange“, sagte Makengo über den 40-Jährigen, der auch schon als Verbindungstrainer für ihn zuständig war. „Und die Philosophie von der Jugend bis zu den Profis ist auch weiterhin die gleiche.“ In den vier Jahren beim Sport-Club habe er „viel gelernt, nicht nur sportlich, auch menschlich“.

„Ich darf mich nicht zu sehr stressen“

Obwohl er vergangene Saison gerne etwas mehr gespielt hätte, war für ihn klar, dass er seinen Vertrag im Breisgau verlängern will, was er kürzlich auch gemacht hat: „Ich habe immer das Vertrauen gespürt, deswegen bleibe ich hier.“ Am Ende der Vorsaison hat er Kapitän Christian Günter ein paar Mal auf die Bank verdrängt, davor musste er dem langjährigen Stammspieler den Vortritt lassen. „Günni hat es auch gut gemacht, das hat mich auch gepusht. Ich muss dran bleiben, arbeiten und meine Chance nutzen, wenn ich sie kriege“, betonte Makengo, „aber ich darf mir auch nicht zu viel Druck machen, mich nicht zu sehr stressen.“

Seine Ziele für die kommende Saison: sich weiter verbessern „und mehr Scorerpunkte sammeln“. Und durch die zusätzlichen Spiele in der Europa League gibt es schließlich auch wieder mehr Einsatzchancen.

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