Gladbachs Sportchef bewertet die Transferperiode unter verschiedenen Gesichtspunkten. Wie sie aus seiner Sicht lief…
Qualität geholt, Kader verjüngt
Sechs Zugänge haben die Fohlen in diesem Sommer präsentiert. Shuto Machino, Haris Tabakovic und Giovanni Reyna sind für die Offensive verpflichtet worden, Jens Castrop und Yannik Engelhardt für das Mittelfeld, Kevin Diks für die Abwehr. „Ich bin sehr zufrieden mit der Transferperiode“, sagte Sport-Geschäftsführer Roland Virkus am Rande des Gladbacher Testspiels gegen Schalke. „Wir haben Jungs dazubekommen, die unseren Weg mitgehen, die die Rahmenbedingungen bei uns kennen und Bock auf Borussia haben. Unserer Meinung nach haben wir Qualität dazugeholt. Jetzt gilt es, diese Jungs zu entwickeln.“
Der Sportchef bescheinigt den Neuen „Potenzial“, wobei es „der eine vielleicht früher, der andere etwas später“ abrufen werde. Wen er als den Königstransfers des Sommers bezeichnen würde? Vielleicht Reyna? Vielleicht Machino? „Das kann man nicht herbeireden, das entscheidet sich auf dem Platz“, sagte Virkus. „Gio Reyna, das wissen wir alle, ist ein super Fußballer. Er kann Spiele alleine entscheiden. Er ist kreativ, bewegt sich hervorragend zwischen den Linien. Er wird unserem Spiel guttun.“ Machino sei „ein anderer Typ“, so der Manager weiter. „Er ist ein Spieler, den wir so nicht im Kader hatten, er ist polyvalent, ballsicher, bewegt sich gut in den Räumen. Außerdem ist er gefährlich bei Standards, vor allem mit seinen langen Einwürfen.“
Virkus bestätigte, dass man Oscar Fraulo und Grant-Leon Ranos gerne noch verliehen hätte. „Es gab zwar einen Markt, aber wenn sie gehen, muss es auch eine gute Leihe versprechen. Es war in diesem Fall so, dass nicht alle Parteien davon überzeugt waren.“ Bei Fraulo (Vertrag bis 2026) wäre eine vorherige Vertragsverlängerung Voraussetzung für ein Leihgeschäft gewesen. Abzuwarten bleibt, wie man nun in die weiteren Verhandlungen geht mit Blick auf den auslaufenden Kontrakt des Mittelfeldspielers.
Kleindienst und Ngoumou fehlen noch länger
Handicap bleibt zu Beginn der Saison, dass mit Tim Kleindienst und Nathan Ngoumou zwei Offensivkräfte noch längere Zeit ausfallen. Bewusst habe man auf weitere Zukäufe in diesem Bereich verzichtet, „weil die Spieler ja irgendwann zurückkommen und man dann zu viele Spieler für die Positionen hat. Deshalb muss man da ein kalkuliertes Risiko eingehen.“ Generell sei es „ein sehr guter Kader – wenn alle da sind“, so Virkus, der betonte: „Wir haben es geschafft, den Kader zu verjüngen und die Gehaltskosten zu senken. Wir haben nicht alles geschafft, aber doch vieles.“

