Zum Start in die neue Woche ist nur einer nicht dabei: Josha Vagnoman. Allerdings fehlt der Rechtsverteidiger nicht aus gesundheitlichen, sondern aus privaten Gründen.
Stuttgarts Rechtsverteidiger fehlte beim Trainingsauftakt
Es gab schon schlechtere Zeiten. Viel schlechtere, wenn Sebastian Hoeneß allein für die Liste aller Ausfälle einen minutenlangen Monolog halten musste. Aktuell ist Stuttgarts Trainer personell vom Glück geküsst. Beim Auftakt am Mittwoch in die Vorbereitung auf die Partie gegen den Hamburger SV am Sonntag standen dem Stuttgarter Cheftrainer alle Profis zur Verfügung – alle, inklusive der Langzeitverletzten Lazar Jovanovic und Dan-Axel Zagadou. Bis auf einen: Josha Vagnoman.
Der Hamburger, so die Verlautbarung des Traditionsklubs, sei wegen einer persönlichen Angelegenheit entschuldigt. Worum es sich dabei handelt, wurde nicht vermeldet. Den schwäbischen Fans wird es egal sein. Sie sind froh, dass der Rechtsverteidiger keine Verletzung hat.
Vagnomans Karriere ist von Verletzungen gepflastert
Die Karriere Vagnomans ist von Blessuren gepflastert. Knöchel, Mittelfuß, Oberschenkel, Knochen, Muskeln, Sehnen – fast alles war schon irgendwie einmal betroffen. Mal weniger, oft aber mehr als nur leicht. Vor allem der Mittelfuß kostete ihn monatelange Ausfallzeiten. Alles in allem konnte der 25-Jährige über 900 Tage nicht seinem Beruf nachgehen.
Zuletzt setzte den Nationalspieler eine Oberschenkelverletzung fast drei Wochen schachmatt. Erst kurz vor dem Testländerspiel in Stuttgart gegen Ghana (2:1) war er wieder genesen und prompt im DFB-Trikot zum Einsatz gekommen. Zu einem unglücklichen, weil die Gäste über genau seine rechte Seite zum zwischenzeitlichen 1:1 gekommen waren.
Ein Einsatz am kommenden Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) scheint nicht infrage zu stehen. Ärgerlich wäre es. Auch für den Spieler persönlich. Der Hamburger SV spielt für Vagnoman eine ganz besondere Rolle. In der Hansestadt wurde der Verteidiger geboren, beim Traditionsklub in zwölf Jahren zum Profi ausgebildet, bevor es ihn 2022 vom Norden in den Süden zog.
Beide Teams haben noch eine Rechnung offen
Ein hitziges Duell ist zu erwarten. Beide Parteien haben mit ihrem Gegenüber noch Rechnungen offen. Vor dieser Saison traf man letztmals in der Relegation 2022/23 aufeinander, in der sich der VfB mit einem 3:0 zu Hause und einem 3:1 in Hamburg durchsetzte und den „Dino“ ins Tal der Tränen stürzte.
In dieser Saison gelang den Nordlichtern in der Hinrunde dann ein Sieg durch ein 2:1 in den Schlusssekunden der Nachspielzeit. Es war die einzige Stuttgarter Niederlage an einem Sonntag. Ansonsten gab es zehn Siege und zwei Remis.
Stiller sorgt für eine Schrecksekunde
Eine kurze Schrecksekunde gab es im Training dann aber doch noch. Angelo Stiller blieb nach einem Zweikampf liegen, konnte aber nach einer rund zweiminütigen Behandlungspause wieder weitermachen.

