Beim 4:0 über Wolfsburg überzeugte der VfB Stuttgart auf ganzer Linie – allen voran aber einmal mehr Deniz Undav und Jamie Leweling.
Großes Lob für Leweling
Deniz Undav ebnete mit seinem Treffer zum 1:0 den Weg zum Sieg, Jamie Leweling nahm mit seinem Doppelpack noch vor der Halbzeitpause die Spannung raus. Nach Abpfiff freute sich Undav über sein 50. Tor für den VfB. „Waren schöne 50 Tore – und hoffen wir mal, dass ich weiter welche schieße“, sagte er bei DAZN nach dem 4:0-Sieg und meinte, dass man eine Topleistung gezeigt habe. „Wir haben sehr viel Offensivpower reingebracht, waren sehr schwer zu greifen und hätten noch mehr Tore schießen können. Wir haben denen keine Chance gelassen. Es war einfach top, wie wir gespielt haben.“
Eine Topleistung lieferte auch Leweling ab, der offenbar auch endlich einen Rat seines Mitspielers Undav beherzigt hatte. „Seit eineinhalb Jahren versuche ich ihm beizubringen, dass Tore auf den zweiten Pfosten die einfachsten sind“, scherzte Undav und meinte: „Einfach mal durchlaufen.“ Genau das hatte der 25-Jährige beim 2:0 auch getan. Leweling wisse, „dass er Torgefahr erzeugen kann, wenn er auf der Wingback-Position spielt“, ergänzte Trainer Sebastian Hoeneß und stellte fest, dass der Flügelmann nach Scorerpunkten seine bislang beste Saison überhaupt spielt. „Da kann er gerne noch ein paar draufpacken“, so Hoeneß mit Blick auf die sieben Tore und sieben Vorlagen von Leweling.
„Wir spielen geilen Fußball und machen so weiter“
„Was soll ich noch sagen? Ich habe an mir gearbeitet, bei uns läuft’s und ich profitiere davon“, sagte der Gelobte selbst und stellte fest: „Wir spielen geilen Fußball und machen so weiter.“ Gegen den VfL spielte man souverän und bescherte so Trainer Hoeneß einen Sieg zu dessen 100. Bundesligaspiel als VfB-Coach.
„Der Sieg heute bedeutet mir zwar mehr, aber ich will das gar nicht so runterspielen“, sagte der 43-Jährige: „Es ist natürlich etwas Besonderes. Wer hätte das vor zweieinhalb Jahren gedacht, als wir hier auf Platz 18 standen, dass wir 100 Bundesliga-Spiele später auf einen ganz anderen Platz stehen würde. Eine super Geschichte.“
Undav verbreitet Optimismus
Fakt ist: Durch den Sieg festigten die Schwaben ihren CL-Platz in der Tabelle, doch sie tanzen ja noch auf drei Hochzeiten. In der Europa League trifft man im Achtelfinale auf den FC Porto (12. und 19. März) und im DFB-Pokalhalbfinale hat man am 21. April ein Heimspiel gegen den SC Freiburg. Angesprochen auf die Möglichkeit, die Saison mit zwei Titeln zu beenden, antwortete Undav: „Double? Ich verstehe schon! Es ist auf jeden Fall möglich. Im Pokal müssen wir erstmal weiterkommen und Freiburg besiegen.“
International habe man zwar ein „brutales Los bekommen, aber in der Europa League ist alles möglich. Wir sind eine spielstarke und gute Mannschaft.“ Das Motto wird sein: „Gas geben, gute Leistungen bringen und so viele Spiele wie möglich gewinnen.“

