Der FC St. Pauli hat einen neuen Torhüter. Aus Kanada kommt Emil Gazdov – per Leihe mit Kaufoption. Es ist nicht seine erste Station in Deutschland.
Mit Kaufoption
Wie der Bundesligist am Sonntag bekanntgab, wird Gazdov bis Saisonende von MLS-Klub CF Montreal ausgeliehen und soll den Rest der Saison das Torhüterteam der Hamburger vervollständigen. Im Anschluss verfügt St. Pauli über eine Kaufoption. Die Verpflichtung war nötig geworden, nachdem sich der etatmäßige dritte Keeper Simon Spari, der normalerweise für die zweite Mannschaft aufläuft, im November einen Riss der Syndesmose zuzog und länger ausfällt.
St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann erklärt dementsprechend in der Vereinsmitteilung, dass durch Sparis Ausfall „zuletzt die Alternative hinter unserem etablierten Stammduo fehlte“. Am Status von Nikola Vasilj als Nummer eins und Ben Voll als Nummer zwei wird sich also wohl nichts ändern. „Emil verfügt über gute körperliche Voraussetzungen in Verbindung mit spannenden fußballerischen Fähigkeiten“, charakterisiert Bornemann die Neuverpflichtung.
Chefcoach Alexander Blessin sagt über den neuen Torhüter: „Emil ist sehr dynamisch und explosiv in seinen Bewegungen, zudem strahlt er Ruhe und Souveränität aus. Er antizipiert gut bei langen Bällen und traut sich auch, das Tor für Defensivaktionen zu verlassen.“ Zudem agiere Gazdov im Aufbauspiel „ruhig und abgeklärt“.
In der Jugend zwei Jahre in Nürnberg
Der gebürtige Kanadier Gazdov, der auch die bulgarische Staatsbürgerschaft besitzt, war vor knapp einem Jahr nach Montreal gewechselt, dort aber in der abgelaufenen Saison nicht zum Einsatz gekommen. Seit August war er an den in der kanadischen Premier League aktiven Klub Valour FC ausgeliehen, wo er auf sieben Spiele kam. Vor seinem Wechsel nach Montreal war der 22-Jährige bereits in der kanadischen Premier League aktiv, wurde 2024 in Diensten des Pacific FC zum besten Torhüter der Saison gewählt.
Zuvor war der 1,94 Meter große Keeper auch schon in Deutschland aktiv. Von 2020 bis 2022 spielte er zwei Jahre lang für die U 19 des 1. FC Nürnberg. „Dass er schon mal in Deutschland gespielt hat, wird ihm die Eingewöhnung bei uns sicher erleichtern“, hofft Bornemann. Gazdov hingegen möchte die Zeit in Hamburg „bestmöglich für meine fußballerische Weiterentwicklung nutzen und möglichst viele Erfahrungen bei einem Bundesligateam sammeln“.

