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Stadion-Umbau: Die Eintracht spielt jetzt vor noch mehr Fans

Eintracht Frankfurt hat die Sommerpause genutzt, um die Kapazität des Waldstadions um weitere 1.500 Plätze zu erhöhen. Auch der Hospitality-Bereich vergrößert sich. Die Ticket-Nachfrage ist unverändert groß, doch langsam stößt der Klub an eine gläserne Decke.

Kapazität erhöht sich auf 59.500 Plätze

Die Eintracht ist dem Ziel, ihre Heimspiele vor über 60.000 Fans auszutragen, wieder einen Schritt näher gekommen. Durch eine Verkleinerung der Pressetribüne und weitere kosmetische Arbeiten am Stadion erhöht sich die Kapazität auf 59.500 Plätze. Zur Saison 2026/27 soll die Kapazität durch weitere Optimierungen auf über 60.000 Plätze steigen. „Das ist die Ausbau-Endstufe“, sagt Vorstandssprecher Axel Hellmann.

Der Zuschauer-Rekord im Waldstadion stammt übrigens aus dem Jahr 1959, als die Eintracht in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft vor 81.000 Zuschauern gegen FK Pirmasens spielte. Matthias Thoma, Direktor des Eintracht-Museums, erklärte 2024 im kicker-Interview: „Kickers Offenbach trug seine Spiele in der Endrunde damals ebenfalls im Waldstadion aus, gegen den HSV hatten sie 80.000 Zuschauer. Die Eintracht hatte gegen Pirmasens bereits alle 80.000 Karten verkauft, 1.000 davon sollten aber eigentlich an die Gäste gehen. Als Pirmasens mit einer Beschwerde beim DFB drohte, wurde für die Fans des FK Pirmasens noch eine Zusatztribüne aufgebaut. So kam es zu der einmaligen Rekordkulisse.“

Lange Wartelisten im VIP-Bereich

66 Jahre später stoßen die Hessen im Hospitality-Bereich an eine gläserne Decke. Mit der sogenannten „Adler Wirtschaft“ auf der Gegentribüne wurden weitere 415 Hospitality-Plätze geschaffen. „Es gibt keinerlei weitere Flächen, um zu wachsen. Wir sind am Limit der Möglichkeiten, was die Hospitality-Plätze anbelangt“, erklärt Hellmann. 4.000 Dauerkarten gibt es im VIP-Bereich, weitere knapp 200 VIP-Tickets werden für die einzelnen Spiele verkauft.

„Es gibt eine gewaltige Nachfrage“, berichtet Hellmann. Sie übersteigt das Angebot deutlich: Die Warteliste für VIP-Dauerkarten umfasst mittlerweile 3.000 Personen oder Unternehmen, bei den Einzelspielen sind es sogar 10.000. Die Kündigungsquote liegt bei zwei Prozent. Neben den 4.000 VIP-Dauerkarten hat die Eintracht 32.000 normale Dauerkarten verkauft. Wer eine besitzt, gibt sie in diesem Leben normalerweise nicht mehr her. „Mehr Dauerkarten geben wir nicht heraus. Wir sind am Limit dessen, was verkaufbar ist“, sagt Hellmann und kündigt an: „Wir werden auf eine Vollauslastung hinauslaufen.“ Lediglich der Gästeblock wird in einigen Spielen nicht ausverkauft sein.

Die dritthöchsten Erlöse in der Bundesliga

Hoch ist nach dem Wechsel des Ausrüsters von Nike zu Adidas und dem Einzug in die Champions League auch die Trikot-Nachfrage. „Der Trikotverkauf läuft wie geschnitten Brot. In den ersten vier Wochen sind die Verkäufe um 30 bis 35 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Das sind fantastische Zahlen. Wir können mit einer großen wirtschaftlichen Stabilität in die Saison gehen“, betont Hellmann. Nicht ohne Stolz ordnet er ein: „Aktuell nehmen wir, was die eigene Erlöskraft anbelangt, den 3. Platz im deutschen Fußball ein.“ Hinter dem FC Bayern und Borussia Dortmund.

Auf Rang 3 landete die SGE auch in der vergangenen Bundesliga-Saison. Eine außergewöhnliche Platzierung. Hellmann mahnt zu Demut. Er hat registriert, dass der Eintracht teilweise eine Bayern-Jäger-Rolle zugeschrieben wird. „Das sehe ich nicht so. Weil ich weiß, wie weit wir in den Budgets voneinander entfernt sind. Beim Supercup habe ich auch ein paar Unterschiede in der Qualität auf dem Platz gesehen“, sagt der Jurist. Aus Erfahrung weiß er: „Man kann die Bayern mal in einem Spiel knacken, aber über eine ganze Saison wird das eher schwer.“ Das Saisonziel? „Wir wollen um internationale Plätze spielen.“ So wie auch in den vergangenen Spielzeiten.

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