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Spätes Glück in Mainz – Batz hält fast alles

Eigentlich war Daniel Batz als Nummer 3 von Mainz 05 in die Saison gegangen. Jetzt bewährt er sich als Vertreter von Robin Zentner. Beim 2:0 gegen den FC Augsburg beeindruckte der 35-Jährige mit einer Paradenquote von 100 Prozent.

Von der Tribüne ins Tor

Ein Flatterball von Alexis Claude-Maurice zwang Daniel Batz zur ersten Parade. Es sollten weitere folgen. Ein kleiner Wackler nach einer Stunde im Duell mit Rodrigo Ribeiro blieb ohne Folgen. Unter dem Strich steht eine Paradenquote von 100 Prozent. Mit einem Durchschnittswert von 76,7 Prozent gehört Batz zur Creme de la Creme der Bundesliga-Torhüter.

„Für ihn war es ein schwieriges Spiel. Er hat nicht so viele Bälle drauf bekommen und wurde dann direkt gefordert. Die Kunst ist trotzdem da zu sein, wenn man nicht viel beschäftigt wird und eine schwierige Aufgabe bekommt“, meint Abwehrchef Stefan Bell. „Batz ist ein Faktor, warum wir in den vergangenen Wochen so gut spielen.“

Mit seiner Routine aus 318 Spielen in der 3. Liga und der Regionalliga hat sich der erfahrene Torhüter seit Anfang Dezember als Vertreter von Robin Zentner bewährt, der an einer langwierigen Adduktorenverletzung laboriert. Zu Saisonbeginn war Batz im Mainzer Torhüter-Ranking nur die Nummer 3 hinter Lasse Rieß (24), musste auf der Tribüne platznehmen. Interimstrainer Benjamin Hoffmann gab dann jedoch der Erfahrung den Vorzug. Urs Fischer behielt die Reihenfolge bei, es gibt auch bisher keinen Grund, etwas zu ändern.

„Ich bereue nichts und schaue nie zurück.“ (Daniel Batz)

Dass Batz im Herbst seiner Karriere erst auf 14 Bundesligaspiele kommt, stört ihn wenig: „Ich bereue nichts und schaue nie zurück. Ich versuche, im Hier und Jetzt zu leben.” Die Frage, ob derzeit ein Traum in Erfüllung geht, habe er „schon öfter gehört“. Zwischen seinem ersten Bundesliga-Spiel im Trikot des SC Freiburg im Mai 2012 und seinem zweiten im Dress von Mainz 05 im Dezember 2023 lagen elfeinhalb Jahre. „Nein“, wiegelt Batz ab, „ich versuche, jedes Spiel so anzunehmen, wie es gerade ist.“ Er freue sich einfach nur, in der Bundesliga Leistung zeigen zu können, und wolle es jedes Mal aufs Neue beweisen, denn „im Fußball zählt das Gestern rein gar nichts“.

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