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Schwäbe: „Mir ging das Herz kurz woanders hin“

Die Kölner haben den Bayern einen großen Fight geliefert – und stehen am Ende trotzdem mit leeren Händen da. Keeper Marvin Schwäbe ordnet ein, blickt voraus – und erklärt eine Szene, in der er reichlich Glück hatte.

Köln verkauft sich gegen Bayern teuer

Es war eine Szene, die in jedem Saisonrückblick vorgekommen wäre: Jahmai Simpson-Pusey spielte einen strammen Rückpass zurück auf Keeper Marvin Schwäbe, dem rutschte der Ball in der 36. Minute beim Stand von 0:0 über den Spann. Die Kugel landete aber nicht im, sondern knapp rechts neben dem Tor. „Ich wollte den Fuß hinhalten, er ging so ein bisschen drüber. Das war eine enge Geschichte, mir ging das Herz kurz woanders hin“, gab der Schlussmann nach dem 1:3 gegen die Bayern bei Sky zu.

Es blieb also beim 0:0 – und wenig später ging Köln sogar durch Linton Maina mit 1:0 in Führung. Dass dies nicht bis zur Pause Bestand hatte, lag an einem genialen Moment von Serge Gnabry, der aus spitzem Winkel sensationell per Aufsetzer über Schwäbe hinweg traf. „Ich weiß, dass er sehr, sehr gut ist, deswegen: Hut ab. Ob es am Ende so gewollt war oder nicht, weiß ich nicht. Der Ball geht über mich weg und dann genau unter die Latte“, ordnete der Torwart, der alles hautnah miterlebte, die Szene ein.

Auch nach der Pause machte es der Underdog aus dem Rheinland gut, ließ kaum etwas zu. Eine einstudierte Eckenvariante brachte die Münchner dann auf Kurs Auswärtssieg. Joker Lennart Karl machte schließlich alles klar.

Schwäbe vor Mainz: „Wieder den Kampf annehmen

Aber trotz der Niederlage war Schwäbe ob der gezeigten Leistung einverstanden: „Wir haben das Spiel lange offen gehalten, gehen auch mit einem 1:1 in die Kabine, was gut war. Wir müssen ein, zwei Umschaltaktionen besser durchspielen, dann haben wir auch mehr Chancen. Insgesamt haben wir einen guten Fight hingelegt.“

Einen tollen Fight braucht es auch wieder am Samstagnachmittag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Heimspiel gegen den 16. aus Mainz. Der FC will seine Sieglos-Serie aus acht Spielen (drei Punkte) beenden. „Es geht Schlag auf Schlag, mit Mainz wartet ein Gegner auf Augenhöhe. Sie stehen unten drin, haben aber auch ihre Qualität. Das heißt für uns, wieder den Kampf anzunehmen. Gut, dass wir wieder zu Hause spielen, mit 50.000 im Stadion, die hinter uns stehen“, so Schwäbe.

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