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Schusters „kindliche Vorfreude“ auf die Saison

SC Freiburgs Trainer Julian Schuster kennt Sandro Wagner bisher nur von Duellen auf dem Platz. Ob er auch als Trainer gegen den neuen Augsburg-Coach gewinnen kann, wird sich am Samstag zeigen.

SC will mit Kreativität punkten

Vor einem Jahr hatte Julian Schuster einen perfekten Start in seine erste Saison als Bundesligatrainer mit einem Heimsieg gegen seinen Ex-Klub VfB Stuttgart. Zum Auftakt der neuen Saison empfängt er mit dem SC Freiburg den FC Augsburg und damit einen Coach, der jetzt sein Debüt in der ersten Liga gibt.

Blick in die Vergangenheit

Auf dem Spielfeld sind sich Schuster und Sandro Wagner zuletzt am 1. Oktober 2017 begegnet. Bei der Partie Freiburg gegen Hoffenheim verteidigte der damalige SC-Kapitän zentral in einer Dreierkette gegen TSG-Stürmer Wagner. Beide erhielten die kicker-Note 2,5. Obwohl Schuster kurz vor Schluss noch ein Eigentor verursachte, gewann der Sport-Club 3:2. „Wir hatten oft die direkten Duelle“, erinnert sich Schuster an Spiele gegen Wagner. „Er war unangenehm, weil er sich sehr intelligent verhalten, seine Mitspieler gut eingesetzt und viel mit seinem Körper gearbeitet hat.“

Die Gesamtbilanz zu Spielerzeiten spricht allerdings eindeutig für den heutigen SC-Coach: Von acht Begegnungen, zwei mit dem VfB Stuttgart II und sechs mit den Freiburgern, hat Schuster mit seinem Team vier gewonnen, zweimal gab es ein Unentschieden und nur zweimal ging er als Verlierer vom Platz. Jetzt treffen beide zum Start in die neue Bundesligasaison an der Seitenlinie aufeinander, wenn der FC Augsburg am Samstag beim Sport-Club zu Gast ist (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker).

Als Spieler sei Wagner „clever“ gewesen, „man hat gespürt, dass er sich mit dem Spiel auseinandersetzt, Räume gut lesen konnte und die Abschlusstärke hatte“, sagte Schuster. Deswegen kann sich der 40-Jährige auch gut vorstellen, dass der drei Jahre jüngere neue FCA-Coach „es schafft, seine Spieler zu überzeugen“. In Unterhaching habe er „tolle Arbeit geleistet“, und in seiner Zeit beim DFB als Assistent von Bundestrainer Julian Nagelsmann „sicher vieles mitnehmen können“.

SC noch in der „Findungsphase“

In der Analyse der Vorbereitungsspiele der Augsburger hat der SC-Coach gesehen, dass der neue FCA-Trainer ein paar Dinge verändert hat, aber auch einiges beibehält. „Sie haben sich letztes Jahr defensiv sehr stabil präsentiert und hatten eine Phase, in der sie wenig Gegentore bekommen haben. Das spürt man immer noch, dass sie zusammen im Kollektiv gut verteidigen können.“ Und mit dem Ball sei „viel Kreativität dabei“.

Die erhofft er sich natürlich auch von seiner Mannschaft im ersten Bundesligaspiel. Beim 2:0-Sieg im ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal in Lotte hat sie sich damit, wegen des sehr tief und kompakt verteidigenden Gegners, schwer getan. Insgesamt sei das Team aber auch noch in der „Findungsphase“, in der sie „den richtigen Mix finden muss, auf welche bewährten und welche neuen Dinge wir setzen“.

Freiburgs Heimstärke

Die Bundesligabilanz der Freiburger gegen den FC Augsburg ist übrigens eine noch eindeutigere Angelegenheit als die persönliche der beiden Trainer als Spieler gegeneinander. Von 13 Heimspielen hat der Sport-Club elf gewonnen, nur eins verloren und einmal unentschieden gespielt. Die jüngsten fünf Heimspiele waren allesamt Sieg für die Freiburger.

Als Spieler ist Schuster deutlich nervöser vor den Spielen gewesen, erzählt er. Jetzt sei er es nur noch solange, bis der Matchplan steht, das gebe ihm eine „gewisse Sicherheit“. Und dem Start der neuen Saison fiebert er entgegen. „Wenn ich den Trainer ausblende, geht es mir jeden Sommer so, dass wenn das kicker-Sonderheft erscheint, die Vorfreude auf die ersten Spiele wieder sehr groß ist“, verriet er. „Die kindliche Vorfreude steckt immer noch in mir.“

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