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Schuster: „Manchmal bedarf es des Bauchgefühls“

In der Europa League hat der SC Freiburg einen großen Schritt Richtung Halbfinale gemacht. Jetzt will er in der Liga die Chance erhalten, sich für weitere internationale Abende in der kommenden Saison zu qualifizieren.

Startet in Mainz dieselbe Elf wie gegen Celta Vigo?

Beim Sport-Club will sich keiner beklagen über das volle Programm mit drei oder eventuell sogar vier englischen Wochen im April. Trotzdem kommt es den Freiburgern ganz recht, dass der nächste Gegner in der Bundesliga auch noch international im Einsatz war. Als die Freiburger ihr Hinspiel im Europapokal-Viertelfinale gegen Celta Vigo 3:0 gewannen, legten die Mainzer ein 2:0 gegen Racing Straßburg vor. „Es ist erfreulich, dass auch sie sich eine gute Ausgangsposition erspielt haben“, sagte SC-Trainer Julian Schuster vor der Partie beim FSV Mainz 05 (Sonntag, 19.30 Uhr). „International drücken wir ihnen die Daumen, national werden wir sie Sonntag bekämpfen.“

Setzt Schuster auf Rotation?

Es sei gut, dass beide Teams am Donnerstagabend „an ihre Kante gehen mussten“, meinte der SC-Coach. Ob er bei seiner Startelf deshalb rotieren wird oder die siegreiche Elf vom Vigo-Spiel erneut anfängt (wie beim 2:1-Auswärtssieg bei St. Pauli nach dem Europa-League-Sieg im Achtelfinale gegen Genk), wusste er noch nicht. „Für mich sind das oft Entscheidungen, die sehr anspruchsvoll sind“, erklärte Schuster, „auf manchen Positionen hätten es beide verdient zu spielen, da bedarf es manchmal auch des Bauchgefühls“.

Neue Ausfälle gibt es jedenfalls nicht, es fehlen weiterhin nur Patrick Osterhage (Knie-OP) und Max Rosenfelder (Oberschenkelverletzung). Philipp Treu, der nach einem Zusammenprall mit einem Vigo-Spieler noch auf dem Platz mit ein paar Stichen genäht wurde, konnte bereits am Donnerstag weiterspielen. „Die Körner sind voll da, keine Ermüdungserscheinungen“, sagte er nach dem Heimsieg gegen die Spanier, „aber wir haben auch eine breite Mannschaft, sind auf jeder Position top besetzt, und brauchen jetzt in der Crunchtime jeden – wir wollen noch ein paar englische Wochen mehr haben“.

Treu: „Wir haben den Gegner genervt“

Außerdem habe die Mannschaft gegen Celta wieder „einen Schritt nach vorne“ gemacht, indem sie am Ende Ruhe reingebracht und Konter unterbunden hat, meinte der Rechtsverteidiger. Nachdem die Freiburger gegen den FC Bayern am Wochenende zuvor in der Nachspielzeit noch eine Führung aus der Hand gaben und verloren, ließen sie gegen Vigo nur eine Großchance zu, die Fer Lopez freistehend vergab. „Wir haben den Gegner über eigenen Ballbesitz genervt, wir haben ihnen ihre Pressingmomente genommen, sind sehr mutig gewesen, haben gut kombiniert und hatten gute Dribblings“, fasste Schuster den gelungenen Europapokalabend zusammen.

Jetzt hat das Team in Mainz „den nächsten Fight“ vor sich, bei einer Mannschaft mit viel Selbstvertrauen. „Es ist beachtlich, wie viele Punkte Mainz geholt hat und wie sie sich Schritt für Schritt unten rausgearbeitet haben“, sagte der SC-Coach, der das auch einem Kollegen zuschrieb. „In Mainz ist es generell nicht einfach, und wenn Urs Fischer Trainer ist und die Mannschaft einen Lauf hat, wird es nicht einfacher.“

Der Vorgänger des Schweizers, Bo Henriksen, war nach dem 0:4 in Freiburg entlassen worden. Die letzte Niederlage des SC gegen den FSV ist schon über fünf Jahre her, es war das 0:1 in Mainz vor Geisterkulisse im März 2021. Sechs der jüngsten neun Duelle zwischen den beiden endeten unentschieden, dreimal gewann Freiburg.

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