Englische Wochen im April sind für den SC Freiburg eine neue Erfahrung. Personell ist der Sport-Club dafür gerüstet, auch für den Auftakt gegen den Rekordmeister Bayern München.
Freiburg hat im April einen vollen Terminkalender
„Im Idealfall haben wir noch sieben Wochen vor uns“, sagte SC-Trainer Julian Schuster vor dem ausverkauften Heimspiel gegen den Tabellenführer FC Bayern München am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Das würde bedeuten, dass es der Sport-Club entweder ins Europa-League-Finale (20. Mai) oder ins DFB-Pokal-Finale (23. Mai) schafft – oder in beide.
Freiburg ist neben den Bayern der einzige Bundesligist, der noch in drei Wettbewerben vertreten ist. „Das macht uns sehr stolz, und wir freuen uns auf diese tolle Herausforderung“, betonte Schuster. „Ich habe den Jungs gesagt, das muss jeden Tag, wenn ich den ersten Schritt aus dem Bett mache, präsent sein: Es muss kribbeln und mich antreiben, hier her zu kommen und gut zu arbeiten.“
Alle Nationalspieler gesund zurück
Sieben Spiele hat der Sport-Club in jedem Fall im April, sollte er in der Europa League weiterkommen, käme Ende des Monats noch ein achtes hinzu. Schuster ist deshalb sehr froh, dass die Mannschaft in der Länderspielpause nochmal Kraft tanken konnte, und dass der Trainingsplatz so gut gefüllt ist. Nur Verteidiger Max Rosenfelder (Oberschenkelverletzung) fällt weiterhin aus.
Die sechs Nationalspieler, die zuletzt unterwegs waren, sind hingegen alle gesund nach Freiburg zurückgekehrt. Als letzter wurde Stürmer Igor Matanovic am Donnerstagnachmittag am Stadion erwartet, der mit Kroatien in den USA im Einsatz war.
Alle sechs haben Spielzeit bekommen. Matanovic allerdings nur eine Halbzeit, beim 2:1 gegen Kolumbien, bei dem er den Siegtreffer erzielte. Gegen Brasilien (1:3) in der Nacht auf Donnerstag blieb er auf der Bank. Johan Manzambi spielte für die Schweiz zweimal eine Halbzeit gegen Deutschland (3:4) und in Norwegen (0:0), Yuito Suzuki bekam bei den 1:0-Erfolgen Japans in Schottland und in Wembley gegen England viel Spielzeit (63 und 80 Minuten), Cyriaque Irié ebenfalls bei Burkina Fasos Test gegen Guinea-Bissau (1:1).
Lienhart dürfte Ogbus wieder verdrängen
Gefreut hat sich Schuster darüber, dass Philipp Lienhart nach seiner Bauchmuskelverletzung für den Saisonendspurt wieder fit ist. Nach der zweiten Halbzeit beim Sieg beim FC St. Pauli (2:1) vor der Länderspielpause hat der Verteidiger für die österreichische Nationalmannschaft auch die zweite Halbzeit beim 5:1 gegen Ghana und 60 Minuten beim 1:0 gegen Südkorea gespielt. „Das war ein kontinuierlicher Aufbau, das war ideal“, so der SC-Coach. „Philipp ist sehr wichtig für uns, er hat viel Erfahrung.“
Bruno Ogbus, der für die Schweizer U 21 zweimal 90 Minuten gespielt hat (bei den Siegen gegen die Faröer und Estland), habe der Mannschaft ebenfalls „Stabilität gegeben und sich erfreulich entwickelt“, lobte Schuster. In den kommenden wichtigen Spielen wird der Youngster aber wohl wieder für Lienhart Platz machen müssen.
In der Bundesliga wollen die Freiburger den Frankfurtern noch Platz sieben streitig machen, der wahrscheinlich für einen internationalen Wettbewerb reichen würde, im Europapokal-Viertelfinale tritt der SC in den kommenden beiden Wochen gegen den spanischen Tabellensechsten Celta Vigo an (9./16. April) und danach wartet noch das DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart (23. April). „Nochmal zusätzliche Energie“ sollen diese Aufgaben der Mannschaft geben, wünscht sich Schuster.

