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Schröder: Reitz-Verbleib über Saisonende hinaus „sehr, sehr unwahrscheinlich“

Dass Rocco Reitz in der Bundesliga und von RB Leipzig heiß umworben ist, ist längt kein Geheimnis mehr. Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Rouven Schröder ließ nun einen zeitnahen Vollzug durchblicken.

Gladbach vor wichtigem Heimspiel gegen St. Pauli

Vor wenigen Tagen erst war durchgesickert, dass sich RB Leipzig mit Rocco Reitz, den die Sachsen gerne als Nachfolger von Xaver Schlager holen möchten, einig sei. Im Raum steht ein Fünfjahresvertrag. Bei Reitz‘ noch aktuellem Verein will man davon allerdings – zumindest offiziell – erwartungsgemäß nichts wissen. „Die Einigung, wenn es denn eine gegeben hat, ist ja dann nur zwischen Spieler und dem neuen Klub“, sagte Schröder am Donnerstag, betonte aber auch: „Dass Rocco im nächsten Jahr noch bei uns ist, ist sehr, sehr unwahrscheinlich.“

Knackpunkt bleiben also die Verhandlungen der beiden Vereine. Reitz hat zwar eine Ausstiegsklausel über festgeschriebene 25 Millionen Euro in seinem noch mehr als zwei Jahre laufenden Vertrag stehen. Diese ist Leipzig allerdings Stand jetzt nicht bereit, auf den Tisch zu legen. „Rocco hat für uns einen eminent wichtigen Wert. Es geht darum, dass beide Vereine gewisse Interessen haben“, gab Schröder vielsagend Einblicke in den aktuellen Stand – und machte dabei auch deutlich, dass die Borussen selbst klare Vorstellungen haben.

„Wir müssen uns für die Zukunft ausrichten“, erklärte der Sportdirektor, der 2023 wenige Monate für RB Leipzig tätig gewesen ist. Reitz sei „der wertvollste Spieler“ im Kader der Fohlen, entsprechend dürfte die Schmerzgrenze hoch liegen. Ausgeschlossen ist aber nicht, dass die Borussia Leipzig, zumindest was die feste Sockelablöse betrifft, entgegenkommt. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das noch ellenlang zieht“, so Schröder weiter. „Entscheidungen müssen getroffen werden. Das ist kein Thema über die nächsten Wochen.“

Wenn es denn dann aber eine Einigung auch zwischen den Klubs gibt, werde man diese auch „zeitnah verkünden und die Dinge nach außen tragen. Wir wissen natürlich um eine gewisse Emotionalität“, erklärt er vielleicht auch mit Blick auf das anstehende direkte Duell Anfang April.

„Morgen soll der Bessere gewinnen – und das werden wir sein.“ (Rouven Schröder über das Heimspiel gegen St. Pauli)

Die Reitz-Thematik soll schon alleine deshalb bald abgeräumt sein, um den Fokus auf das Wesentliche nicht zu verlieren. Schließlich steckt Gladbach im Abstiegskampf und hat am Freitag ein erstes von zwei wegweisenden Spielen gegen St. Pauli (und dann gegen Köln) vor der Brust. Reitz wird die Partie gegen die Kiez-Kicker aufgrund seiner Ein-Spiel-Sperre (nach Rot in München) allerdings verpassen. Wer den 23-Jährigen ersetzt, sei noch offen, so Cheftrainer Eugen Polanski, der mehrere Optionen im Kopf hat.

Unabhängig davon sei es aber wichtig, mit „Haltung“ und „Energie“ in das Spiel zu gehen. Dass die Borussia dabei Druck habe, wollten weder der Coach noch Schröder verneinen. „Wir brauchen diesen Druck, um Höchstleistungen abzurufen und morgen gemeinsam mit unseren Fans ins Spiel zu gehen und das Herz auf dem Platz zu lassen“, stellte Schröder klar. „Am Ende des Tages verspürt St. Pauli aber genau den gleichen Druck. Beide wollen in der Liga bleiben. Morgen soll der Bessere gewinnen – und das werden wir sein.“

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