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Schmidt: „Müssen jetzt nicht den dicken Max machen“

Vielleicht ist dieses Spiel tatsächlich das Spiel der Spiele für Heidenheim. Um nicht weiter Richtung 2. Liga zu taumeln, muss ein Sieg beim Tabellenvorletzten SV Werder Bremen her, der hat nur fünf Zähler mehr auf dem Konto. Nicht zum ersten Mal ist die Ausgangslage so.

Feller rückt für Ramaj zwischen die Pfosten beim FCH

Auch Frank Schmidt weiß, dass die Thematik gleich bleibt, weiß aber natürlich auch, dass weiterhin nach den Abstiegssorgen gefragt werden muss. Zum Stichpunkt „letzte Chance“ antwortet er entsprechend: „Haben wir das nicht schon vergangene Woche besprochen? Wir kennen die Situation, da sie seit Wochen gleich ist“, so Schmidt. Klar sei, dass man nach zwei Dritteln der Saison durchaus auf die Tabelle schauen darf: Sechs Punkte Rückstand, ein schlechteres Torverhältnis, zählt Schmidt selbst auf.

„Wenn du noch eine Chance haben willst, dann musst du irgendwann beginnen, den Rückstand abzubauen“, sagt Heidenheims Trainer. Auch das sagt er nicht das erste Mal. „Das ist schon ein Spiel, das man gewinnen sollte, um weiter fest daran zu glauben, dass man die Chance hat, es doch noch zu schaffen“, sagt er. Grundsätzlich seien sechs Punkte Rückstand in elf Partien aufholbar, bei einem weiteren Misserfolg aber dürften die Hoffnungsfunken kurz vor dem Erlöschen sein.

Dinge, die keine Rolle spielen

Ob der Trainer-Effekt bei den Bremern bereits wieder verpufft sei oder was für Neuerungen Daniel Thioune in die Bremer Mannschaft gebracht habe – das alles spiele keinerlei Rolle, so Schmidt: „Ob ich schon so lange da bin oder Bremen einen neuen Trainer hat, spielt auch keine Rolle. Das wird ein besonderes Kopfspiel und da musst du im richtigen Moment die richtige eiskalte Entscheidung treffen“, so Schmidt.

„Mit 14 Punkten aus 23 Spielen brauchen wir jetzt nicht den dicken Max machen und uns sagen, was wir bislang alles richtig gemacht haben. Aber wir waren ja selten chancenlos in den vergangenen Wochen, trotzdem ist es uns nicht gelungen, ein Spiel zu gewinnen.“ Sowohl gegen Dortmund, Augsburg und zuletzt auch Stuttgart hätte der FCH gewinnen können, blickt der FCH-Trainer noch einmal zurück.

Frank Feller rückt zwischen die Pfosten

Nicht im Tor stehen wird Diant Ramaj, der nebst Marnon Busch krankheitsbedingt ausfallen wird. Der junge Frank Feller wird das Tor hüten, der bereits in einigen Spielen in der Bundesliga und der Conference League in der vergangenen Saison beweisen durfte, dass ihm die Zukunft gehören könnte beim FCH. „Das wird gar kein Problem, weil Frank Feller in zahlreichen Momenten in der vergangenen Saison gezeigt hat, dass wir uns auf ihn verlassen konnten“, sagt Schmidt. Von der taktischen Herangehensweise im defensiven Bereich ändere sich durch den Wechsel im Tor nichts, so Heidenheims Übungsleiter weiter, der volles Vertrauen in den 22-Jährigen habe.

Der Auftritt in Stuttgart hat den Verantwortlichen insgesamt gefallen. Einerseits hat er gezeigt, dass man selbst gegen einen Topklub wie den VfB etwas holen kann, andererseits hat man sich nach dem Spiel erneut ärgern müssen, dass man kurz vor dem Ende doch noch das 3:3 kassiert hatte. Es war das klassische weinende und lachende Auge, was nach diesem Spiel übrig geblieben ist, so ähnlich skizziert es auch Schmidt. Dennoch wird er nicht müde zu betonen, dass man einfach weitermachen müsse. Der Zusammenhalt der Mannschaft, auf dem Platz, aber auch außerhalb, den erkenne Heidenheims Trainer deutlich.

Ein paar Schlachtenbummler fahren mit nach Bremen

Mit dem Unentschieden gegen den VfB haben die Heidenheimer zumindest einmal die jüngste Niederlagenserie durchbrochen. Viermal hatte der FCH zuvor in Serie verloren. Mit einem Auswärtssieg würde der FCH auf zwei Punkte an die Bremer heranrücken – und diese zugleich ins Tal der Tränen stürzen. Mit dabei sein werden rund 700 Heidenheimer, die sich diesen Sturz nur zu sehr wünschen.

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