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Schleppende Genesung: Henrichs Comeback wohl erst im neuen Jahr

Benjamin Henrichs kommt nach dem Achillessehnenriss nicht voran wie erhofft. Das Comeback im Oktober fällt flach, eine Rückkehr in den Leipziger Kader ist vor dem neuen Jahr eher unrealistisch.

RB-Verteidiger kämpft mit Achillessehnenriss

Am Donnerstag schickte Leipzigs Trainer Ole Werner seinen Kreis der Daheimgebliebenen in den Kurzurlaub – mit der Vorgabe, bis zum Start in die neue Trainingswoche am Dienstag mindestens zwei Ausdauerläufe nachzuweisen. Für Defensiv-Allrounder Benjamin Henrichs (28) freilich gilt diese Anordnung nicht.

Zwar sucht der 19-malige Nationalspieler in diesen Tagen in seiner nordrhein-westfälischen Heimat auch etwas Abwechslung vom tristen Reha-Alltag in Leipzig, unter anderem an diesem Montag und Dienstag als Teamhead von B2B United in der Icon League in Düsseldorf. Vor allem jedoch schuftet Henrichs weiterhin dafür, dass er nach dem vor knapp zehn Monaten in den Schlussminuten des letzten Leipziger Pflichtspiels 2024 beim FC Bayern München (1:5) erlittenen Achillessehnenrisses wieder auf die Beine und auf den Fußballplatz kommt.

Dies gestaltet sich komplizierter und langwieriger, als Henrichs und auch die Leipziger Mediziner anfangs gedacht hatten. Die Genesung schreitet zwar voran, die Fortschritte aber stellen sich nicht in dem Tempo ein wie erhofft. Hinzu kommt, dass alle Beteiligten aktuell aus gutem Grund eine besondere Vorsicht walten lassen. Denn im April, als er den Stabilisationsschuh ablegen durfte, hatte Henrichs zu früh zu viel gewollt, weshalb es zum Rückschlag gekommen war und ein erneuter Eingriff nötig wurde.

Zweiter Rückschlag soll verhindert werden

Dies soll ein zweites Mal natürlich verhindert werden. Deshalb muss sich Henrichs aktuell weiterhin mit Reha-Übungen begnügen und darf noch nicht mit Individual-Übungen auf dem Platz starten. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining ist daher noch gar nicht seriös absehbar. Der ursprüngliche Plan, im Oktober wieder in den Kader zurück zu kehren, ließ sich deshalb nicht realisieren, auch eine Rückkehr im November erscheint utopisch. Weitaus realistischer ist, dass er erst im neuen Jahr wieder in der Lage ist, einen ernsthaften Comeback-Versuch zu starten.

Henrichs geht bemerkenswert offen mit dieser schwierigen Phase umgegangen, hat sowohl in einer MDR-Dokumentation („Echtes Leben“) als auch kürzlich in einem selbst zusammengestellten YouTube-Video teils tiefe Einblicke in sein Innenleben gewährt. Den Glauben und den Optimismus, so seine Kernbotschaft, hat der bekennende Christ in den schwierigen vergangenen Monaten jedenfalls nicht eingebüßt.

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