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Schlager meldet sich schon wieder bereit

Rechtzeitig vor den wegweisenden Spielen in Stuttgart und gegen Hoffenheim kann Leipzigs Trainer Ole Werner auf Xaver Schlager zurückgreifen. Der Österreicher hat seine Adduktorenverletzung überraschend schnell auskuriert.

Werner sieht sein Team bestens aufgestellt

„Xaver ist wieder voll dabei“, verkündete Werner auf der Pressekonferenz am Freitag und hob zugleich die Bedeutung des Routiniers hervor: „Gut, dass er wieder da ist. Das erhöht unsere Schlagkraft in dieser entscheidenden Phase.“ Schlager hatte sich die Verletzung beim 2:2 gegen Dortmund zugezogen, zunächst war ein Ausfall bis nach der Länderspielpause befürchtet worden. Nun meldete sich der Dampfmacher, der im Sommer den Klub ablösefrei verlassen wird, nach nur zwei verpassten Spielen wieder zurück. Ob er gleich wieder in die Startelf zurückkehren oder als Joker von der Bank kommen wird, ließ Werner offen.

Die 1:2-Heimpleite des VfB Stuttgart in der Europa League gegen den FC Porto hat sich Werner natürlich am Donnerstagabend angeschaut. Einen Vorteil in Bezug auf das mit Blick auf die angestrebte Qualifikation für die Champions League eminent wichtige Gastspiel seiner Mannschaft am Sonntagabend in der MHP-Arena wollte der Trainer aber nicht ausmachen. „Ich glaube nicht, dass das große Auswirkungen haben wird. Stuttgart ist den Rhythmus gewohnt“, sagte er und prophezeite: „Beide Mannschaften wollen alles, beide wollen auf Sieg spielen. Es wird ein von Tempo geprägtes Spiel werden.“

Beste Punktzahl seit fünf Jahren

Dafür sieht Werner sein Team gerüstet. Der latenten Unzufriedenheit des Mutterkonzerns, dessen Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Samstag nach dem 2:1-Duselsieg gegen Augsburg in der Kabine eindringlich und emotional zur Mannschaft gesprochen hatte, begegnete Werner am Freitag mit demonstrativer Zuversicht und Zufriedenheit: „Was mich positiv stimmt, sind unsere Leistungen in den letzten Spielen. Ich finde, die Mannschaft hat bis jetzt einen super Job gemacht. Ich habe es heute gesagt bekommen, dass es fünf Jahre her ist, dass RB Leipzig zu dem Zeitpunkt diese Punktzahl hatte.“ 47 Zähler hat RB aktuell auf dem Konto, mehr Punkte hatte Leipzig nach 24 Spieltagen zuletzt in der Saison 2020/21 unter Julian Nagelsmann eingefahren.

„Das spricht nach dem Umbruch im Sommer schon dafür, dass die Jungs gut gearbeitet haben. Ich habe es das ganze Jahr über betont, dass die Mannschaften, die am ehesten bei sich bleiben, am Ende auch da stehen, wo sie hinwollen. Und das traue ich uns auch zu“, betonte Werner. In der jetzt anbrechenden Crunchtime gehe es mehr denn je darum, „Kleinigkeiten auf seine Seite zu ziehen und sich durchzusetzen. Und das wird dir nur gelingen, wenn du alle Dinge um dich herum ausblendest und auf Rückschläge richtig reagierst. Und das ist das, worauf wir uns komplett konzentrieren.“

Werner lässt Torhüter-Ranking offen

Verzichten muss Werner weiterhin auf Torhüter Peter Gulacsi und Jung-Nationalspieler Assan Ouedraogo, die beide nach der Länderspielpause wieder einsatzbereit sein sollen. Ob Gulacsi dann auch wieder ins Tor zurückkehren wird, ließ Werner am Freitag offen. Er betonte aber, dass er mit den Leistungen von Maarten Vandevoordt, der nach den ursprünglichen Klubplanungen im Sommer Gulacsi als Nummer eins ablösen soll, überaus zufrieden sei. „Maarten ist ein ausgesprochen guter Torwart, das hat er in den letzten Wochen nochmal unterstrichen“, sagte der Coach über den Belgier, der sich Hoffnungen auf eine Berufung in den WM-Kader macht – und sich nach Werners Einschätzung auch berechtigterweise machen darf: „Ich glaube, dass er mit den Leistungen alle Möglichkeiten hat, bei der WM Teil der belgischen Nationalmannschaft zu sein.“

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