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Riera: „Kaua Santos muss den gesamten Strafraum dominieren“

Nach schwierigen Wochen und Monaten zeigt Eintracht-Keeper Kaua Santos im Heimspiel gegen Gladbach seine beste Saisonleistung. Trainer Albert Riera stärkt den Torhüter mit bemerkenswerten Worten.

Eintracht-Coach schwärmt von seiner Nummer 1

Hinter Kaua Santos und der gesamten Eintracht-Defensive liegen Monate voller Pleiten, Pech und Pannen. Kollektiv schlechtes Verteidigungsverhalten und individuelle Aussetzer mündeten in eine Flut an Gegentoren. Der 22 Jahre junge Torhüter war in dieser Phase weit davon entfernt, ein sicherer Rückhalt zu sein. Auch im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Albert Riera patzte Kaua Santos, als er an der Alten Försterei kurz vor Schluss einen haarsträubenden Fehlpass spielte. Mo Dahoud rettete in höchster Not.

Beim 3:0 gegen Gladbach zahlte sich das Vertrauen in den Brasilianer endlich einmal aus. Es war ein dankbares Spiel für einen Torhüter, die Abschlüsse von Haris Tabakovic und Wael Mohya entschärfte Kaua Santos mit sehenswerten Flugeinlagen. Auch sonst war er auf dem Posten und offenbarte keine Unsicherheiten. Ansgar Knauffs Treffer zum 3:0 leitete er zudem mit einem langen Schlag ein. Zusammengefasst ein rundum gelungener Nachmittag für den Torhüter.

Riera sieht bei Santos „fantastische Eigenschaften“

Als i-Tüpfelchen gab es hinterher auch noch jede Menge warme Worte von Riera. „Kaua Santos hat fantastische Eigenschaften. Er ist sehr mutig, zwei Meter groß, kommt raus und ist schnell – er hat alles. Wir alle machen manchmal Fehler. Aber er hat die Eigenschaften eines Top-Torhüters“, schwärmt der Spanier. Er fordert sogar eine noch mutigere Spielweise: „Ich möchte, dass er noch mehr herauskommt, denn er hat den Körper dafür. Er muss den gesamten Strafraum dominieren. Wenn er beim Herauskommen manchmal einen Fehler macht, liegt die Verantwortung bei mir, weil ich das von ihm verlange. Ich will, dass er Situationen verhindert, in denen der Stürmer den Ball berühren könnte.“

Abzuwarten bleibt, ob die Leistung gegen Gladbach tatsächlich schon der Wendepunkt für Kaua Santos war. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, heißt es im Volksmund. Das gilt auch für den 1,96-Meter-Hünen. Der weitere Saisonverlauf wird zeigen, ob es ihm dauerhaft gelingt, die Konzentration hochzuhalten und einfache Fehler zu minimieren. Klar ist: Am Talent kann Kaua Santos nicht scheitern. Riera liegt richtig in seiner Feststellung, dass der Brasilianer alle Fähigkeiten mitbringt, die ein Top-Torhüter braucht.

Doch es kommt auch auf die mentale Stärke an. Im besten Fall ist Kaua Santos resilienter geworden. In den vergangenen eineinhalb Jahren prasselte eine Menge auf den jungen Torhüter ein. Die Zeit glich einer Achterbahnfahrt mit viel Lob, harter Kritik und der schweren Verletzung (Kreuzbandriss) im vergangenen Frühjahr. Hinzu kamen phasenweise völlig verunsicherte Vorderleute und ein Trainerwechsel. All das muss man erst einmal wegstecken. Nun gibt es endlich Licht am Ende des Tunnels.

„In den letzten Wochen hat er extrem viele Tore gefressen, konnte bei vielen Gegentoren aber nichts machen. Das ist natürlich für den Torwart und das Selbstvertrauen nicht ganz so einfach“, rekapituliert Markus Krösche. Der Sportvorstand betont: „Es ist wichtig für seine Überzeugung und auch die Überzeugung der Mannschaft, dass er so ein gutes Spiel gemacht hat.“

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