Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Rieders Rolle in Augsburg – und wer um seinen Platz bangen muss

Fabian Rieder ist der teuerste Sommer-Einkauf des FC Augsburg und weckt Erwartungen. Wie Sandro Wagner nun aufstellen könnte.

Schweizer Neuzugang wird gleich gefordert

Am Montag blieb Fabian Rieder nur kurz zur Unterschrift unter einen Fünfjahresvertrag in Augsburg, danach setzte er sich umgehend wieder ins Auto und fuhr zur Nationalmannschaft in die Schweiz. Sogar die Zitatfreigabe für das Pressestatement des Bundesligisten erfolgte von unterwegs, so wenig Zeit blieb dem teuersten Sommer-Neuzugang des FCA.

Bereits am Freitag stand Rieder mit der „Nati“ auf dem Feld, bekam es in Basel mit dem Kosovo zu tun und überzeugte als Vorbereiter des dritten Schweizer Treffers beim klaren 4:0-Erfolg zum Auftakt in die WM-Qualifikation.

Für den 23-Jährigen geht es am Dienstag, im Anschluss an das zweite Qualifikationsspiel gegen Slowenien, zurück in die neue Heimat nach Augsburg. „Die Mentalität der Leute, die Stadien, der Rummel rundherum, das passt zu mir“, freut er sich. „Auch der Fußball passt mehr zu mir, glaube ich – das habe ich in Stuttgart gemerkt. Für mich ist die Bundesliga das Größte, weil ich sie von klein auf verfolge.“

Rieder, Kömür, Claude-Maurice: Die Optionen für Trainer Wagner

Auch deshalb hatte er sich im Vorjahr von Stade Rennes an den VfB verleihen lassen, kam bei den Schwaben immerhin auf 18 Bundesliga-Einsätze (ein Tor), dazu acht in der Champions League und wurde letztlich (ohne Einsatz im Finale) Pokalsieger. Die 14 Millionen Euro schwere Kaufoption zog Stuttgart jedoch nicht, stattdessen legte der FCA nun sieben Millionen Euro auf den Tisch und holte Rieder mit einem halben Jahr Verspätung.

Bereits im Winter hatte Geschäftsführer Michael Ströll beim Schweizer vorgefühlt, der wollte sich jedoch durchbeißen beim VfB, stand nach der Rückkehr zu Rennes in der laufenden Ligue-1-Saison sogar zweimal in der Startelf. Glücklich wurde der Offensivallrounder in Frankreich jedoch nie so richtig, was dem FCA in die Karten spielte.

Nach Augsburg kommt Rieder nun als klarer Stammspieler, wird seinen Platz auf einer der zwei Zehner-Positionen einnehmen und zusammen mit Alexis Claude-Maurice oder Mert Kömür auflaufen. Wobei das Eigengewächs wegen eines Zehenbruchs vorzeitig von der deutschen U-21-Nationalmannschaft abreisen musste.

Trainer Sandro Wagner, der sich gewaltig ins Zeug legte für Rieders Unterschrift, hat in dieser Saison bereits bewiesen, dass er sich nicht scheut, ohne Stürmer zu spielen – was auch für ein potenzielles Spielmacher-Trio Rieder/Claude-Maurice/Kömür in der Startelf spricht.

Schwerer haben dürften es nun Herausforderer wie Elias Saad oder Arne Maier, bei dem eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus derzeit unwahrscheinlich erscheint. Auch Phillip Tietz muss sich aufgrund der baldigen Rückkehr von Rotsünder Samuel Essende strecken.

Rieder jedenfalls soll das Augsburger Spiel mit seiner Übersicht und Passstärke bereichern, dazu als Standardschütze mit dem gefürchteten linken Fuß. Außerdem gilt der 20-malige Nationalspieler als äußerst laufstark – und damit wie geschaffen für Wagners intensiven Spielstil. Jetzt liegt es am Trainer, all die zur Verfügung stehenden Optionen perfekt zu mischen.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5