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Neuer VAR-Frust: Kovac erinnert sich an seine Judoka-Vergangenheit

Mit einer späten Aufholjagd hielt der BVB vor dem Bundesliga-Klassiker immerhin die starke Ungeschlagenserie am Leben. Vor dem Ausgleichstor von Fabio Silva hatten die Beteiligten aber auch einen Elfmeter gefordert. Das unterstrichen die Dortmunder auch direkt nach dem Schlusspfiff vehement.

Kein Elfmeter nach Adeyemi-Lukeba-Szene

Nach sechs Bundesliga-Siegen in Folge musste sich Borussia Dortmund am Samstagabend in Leipzig mit einem 2:2 begnügen – und mit dem Umstand leben, nun wieder acht Punkte Rückstand auf Bayern München zu haben. Das auch noch genau eine Woche vor dem Hit gegen den Rekordmeister (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker).

Im Anschluss überwog bei den Beteiligten aber eher das Unverständnis über einen ausgebliebenen Elfmeterpfiff in der 89. Minute, als noch beim Stand von 1:2 der durchgestartete BVB-Joker Karim Adeyemi seinen Körper vor Castello Lukeba geschoben hatte und nach einem Kontakt des RB-Verteidigers zu Boden gegangen war. Schiedsrichter Benjamin Brand hatte aber weiterlaufen lassen und war auch vom VAR um Assistent Christian Dingert nicht nach draußen in die Review Area geschickt worden.

Sehr zum Unverständnis der schon an der Seitenlinie schimpfenden Offiziellen, die sich auch nach Schlusspfiff diese Szene nochmals vorknöpften. Angefangen mit Sportdirektor Sebastian Kehl: „Es gab einige Situationen, die man diskutieren kann. Für mich ist es aber vor allem am Ende ein Elfmeter. Lukeba spielt nullkommanull den Ball, er trifft ihn am Fuß. Das ist eine klare Situation, eine Fehlentscheidung.“ Man müsse bei so etwas auch nicht immer einer Meinung sein, aber „ich bleibe auch nach ein paar Minuten des Nachdenkens und des Herunterkommens dabei, dass das ein klarer Elfmeter ist.“

Kovac und die Sichel

Etwas blumiger umschrieb Niko Kovac das Ganze: „Wenn ich das so sagen darf: Ich war bis zum 13. oder 14. Lebensjahr auch Judoka. Das ist eine klare Sichel, das ist ein Feger. Also bitte?! Ich weiß wirklich nicht, was die da im Studio wieder gesehen haben. Aber anscheinend das Falsche. Natürlich macht der Karim da den Fuß vor, aber der (Lukeba; Anm. d. Red.) trifft ja nicht einmal den Ball.“

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Eine mögliche Erklärung für das Ganze lieferte der 54-jährige Trainer gleich mit: „Wahrscheinlich hat – und ich weiß nicht, wer im Studio war (Dingert mit Markus Sinn; Anm. d. Red.) – jemand dem Schiedsrichter zugerufen: ‚Alles sauber.‘ Wir aber sind alle der Meinung, dass das Elfmeter ist. Und da verstehe ich nicht, warum da nicht eingegriffen wird. Wahrscheinlich, weil man nicht zu viel overrulen will. Weil wenn man zu viel overruled, dann sieht das natürlich blöd aus.“ Aber die Person im Kölner Keller habe nun mal aus seiner Sicht die besseren Bilder zur Verfügung, Referee Brand könne es derweil in der Schnelligkeit vielleicht gar nicht sauber sehen.

Meisterschaft verloren?

Nicht sauber genug war am Ende des Tages auch die Leistung der Schwarz-Gelben, die lange Zeit wenig zu melden hatten und am Ende trotz stolzer Serie von 15 Ligaspielen ohne Niederlage mit acht Punkten Rückstand auf den FC Bayern dastanden. „Es war in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel von uns“, wusste Sportdirektor Kehl, der bezüglich des Meisterschaftsrennens einsilbig blieb („Wir gucken“).

Torwart Gregor Kobel, der von zwei ärgerlichen Gegentoren sprach, münzte die erfolgreiche Aufholjagd immerhin in Zuversicht um: „Schade natürlich, dass wir es nicht gewonnen haben. Diese Emotionen nach dem Ausgleichstreffer müssen wir aber mitnehmen.“ Mit ins Rückspiel der Champions-League-Play-offs in Bergamo (Mittwoch, 21 Uhr, LIVE! bei kicker) und eben mit ins Duell im Signal-Iduna-Park gegen München.

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