Thomas Kessler soll beim 1. FC Köln zum Sport-Geschäftsführer werden. Nun deutete der 39-Jährige an, dass es nach wochenlangem Ringen doch noch zu einer Einigung kommen könnte.
Sportdirektor soll befördert werden
Aus Kölns Trainingslager in La Nucia berichtet Jim Decker
Thomas Kessler gab sich zuversichtlich. Leicht vorgebeugt saß der Sportdirektor des 1. FC Köln auf der Terrasse des Kölner Teamhotels Barcelo La Nucia Hills und sprach über das Thema, das seit Wochen und Monaten ungeklärt ist. „Ich kann sagen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind und dass wir nicht mehr lange brauchen werden, um etwas verkünden zu können.“
Gute Gespräche auch vor Ort
Zu verkünden wäre dann mutmaßlich seine Beförderung vom Sportdirektor zum Sport-Geschäftsführer. Der im September neu gewählte Vorstand um Präsident Jörn Stobbe hatte im Wahlkampf versprochen, den Ex-Profi in die Geschäftsführung zu befördern. Bislang nämlich leitet Kessler als Sportdirektor zwar entscheidende Geschicke, ist aber eben kein Teil der höchsten operativen Führungsriege.
„Wir hatten hier vor Ort gute Gespräche“, führte Kessler aus und betonte mit Blick auf Stobbe und dessen Vorstandskollegen Ulf Sobek, der sich um die sportlichen Belange kümmert: „Es war ein sehr positives Signal, dass beide hierhin gekommen sind und sich die Trainingseinheiten angeschaut haben.“ Er habe sowohl mit Stobbe, Sobek als auch zu dritt ausführlich gesprochen. Offenbar mit einem Ergebnis, dass die Kaugummi-Verhandlungen der vergangenen Wochen beendet.
Eine finale Entscheidung naht
„Ich möchte betonen, dass die Gespräche die ganze Zeit über sehr gut waren und auch sehr wertschätzend vom Vorstand mir gegenüber“, betonte der Ex-Profi und brachte Verständnis dafür auf, „dass man bei der einen oder anderen Situation vielleicht doch mal etwas länger diskutiert als es die Öffentlichkeit erwartet“.
Insgesamt könne er aber sagen, dass die Verhandlungen zwischen ihm und dem Vorstand „auf einem sehr guten Weg sind und ich davon überzeugt bin, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir eine finale Entscheidung haben“. Gemeint sein dürfte damit unmissverständlich keine Aufschiebung der Gespräche ins Frühjahr, sondern eine zeitnahe Beförderung. Denn das ist,“was auch der Klub hoffentlich möchte und nicht nur ich“, führte Kessler aus und kündigte ziemlich eindeutig an: „Ich gehe davon aus, dass wir uns einig werden.“

