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Nach Nagelsmann-Nein: Hjulmand vor heikler Entscheidung um Andrich

Robert Andrich erlebt gerade keine einfache Phase. Am Donnerstag fehlte er im Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Und auch bei Bayer bekommt der Sechser mehr Konkurrenz.

Aleix Garcia sieht Kampf um Doppelsechs eröffnet

Vor dem 1:0-Erfolg in der Champions League bei Benfica Lissabon herrschte noch der Notstand auf der Leverkusener Doppelsechs. Da neben Exequiel Palacios und Ezequiel Fernandez, die beide verletzt ausfallen, auch Robert Andrich rot-gesperrt fehlte, musste Kasper Hjulmand zwangsläufig Zehner Ibrahim „Ibo“ Maza neben dem letzten verbliebenen defensiven Mittelfeldspieler Aleix Garcia positionieren. Eine Maßnahme, die aufging. Erledigte der 19-Jährige seinen Job doch durchaus ansprechend.

So gut, dass sich jetzt daraus für den Leverkusener Trainer eine kniffelige Situation ergibt, wie Aleix Garcia vermutet. „Ich glaube, Kasper muss etwas unternehmen. Ibo hat das heute sehr gut gemacht. Wir hatten auch diese Rotation im Mittelfeld, ich allein und dann drei Nummern 10. Ich finde, wir haben das sehr gut gemacht“, sagt der spanische Nationalspieler, „jetzt muss Kasper entscheiden, wer auf dieser Position spielt.“

Diese Personalfrage ist für Hjulmand nicht ohne

Worte, die zeigen, wie groß die Wertschätzung für Mazas Qualitäten ist. Schließlich steht Andrich am Samstag gegen Heidenheim wieder zur Verfügung. Doch nach Mazas ansprechendem Auftritt als zweiter Sechser und dem gelungenen Comeback des zuvor am Oberschenkel verletzten Malik Tillman auf der halbrechten Zehnerposition, stellen sich Leverkusens Trainer trotz der akuten Personalnot im zentralen Mittelfeld auf einmal auch dort Personalfragen, die nicht ohne sind.

Hjulmand, dem sich am Mittwoch quasi keine Alternativen mehr für die vier zentralen Mittelfeldpositionen geboten hatte, wird das richtige Händchen und auch viel Fingerspitzengefühl benötigen, gerade wenn es um die Besetzung im defensiven Mittelfeld geht.

Andrich jetzt auf die Bank zu setzen, wäre heikel

Dort auf Andrich zu verzichten, wäre eine Enttäuschung für den 31-Jährigen, der für die anstehende Länderspielperiode jetzt erstmals nicht mehr von Bundestrainer Julian Nagelsmann für das DFB-Team nominiert worden ist. Ein schwerer Rückschlag für den Bayer-Kapitän, dessen Traum von der WM 2026 jetzt akut in Gefahr ist.

Andrich jetzt am Samstag gegen seinen Ex-Klub aus Heidenheim in Abwesenheit der beiden verletzten Konkurrenten, Palacios und Fernandez, nicht für die Startelf zu nominieren, wäre eine mental schwierige Herausforderung für den Mittelfeldspieler, der als Kapitän unter Hjulmand-Vorgänger Erik ten Hag aus einer vermeintlich sehr starken Position in die Saison gestartet war.

Es liegt nahe, bei Tillman kein Risiko einzugehen

Andererseits wäre eine wie in Lissabon extrem spielstark besetzte Doppelsechs gegen Heidenheim kein abwegiger Gedanke. Wobei Hjulmand am Samstag Maza letztlich im halbrechten offensiven Mittelfeld nominieren könnte und Andrich auf seiner angestammten Position vor der Abwehr. Dann müsste der Trainer auch bei dem in Lissabon für eine gute halbe Stunde eingewechselten Zehner Tillman kein erhöhtes Risiko eingehen und könnte diesen erneut als Joker einplanen.

„Wir wussten bei Malik nicht, ob wir ihn wieder auswechseln mussten, wie lange er spielen konnte nach seiner Verletzung. Er hatte nicht viel trainiert. Aber er hat es sehr gut gemacht, alles investiert und ein gutes Spiel gemacht“, hatte Hjulmand in Lissabon erklärt.

Für Maza wäre dann Platz auf der Zehn

Für Tillman wäre die Rolle als Joker also auch am Samstag die passende. So dass für Maza Platz auf der halbrechten Zehn wäre, auf der Claudio Echeverri in Lissabon keine Pluspunkte sammeln konnte, so dass Hjulmand bei Andrich keine heikle Entscheidung treffen muss – zumindest vorerst nicht.

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