Nach der 0:5-Klatsche in Leipzig ist die TSG Hoffenheim nun zuhause gegen den 1. FSV Mainz 05 gefordert – und damit gegen eines der formstärksten Teams der Liga. Personell gibt es das eine oder andere Fragezeichen, jedoch auch Hoffnung.
Avdullahu vor Comeback
Christian Ilzer nutzte die Länderspielpause, um Zeit mit seiner Familie nahe Wien zu verbringen. Auf einen Besuch der Freundschaftsspiele der österreichischen Nationalmannschaft in der Hauptstadt verzichtete er im Rahmen seines Heimatbesuchs bewusst, um etwas Abstand vom Fußball zu gewinnen. Ganz ausblenden konnte er seinen Job jedoch nicht, schließlich waren etliche seiner Schützlinge auf Länderspielreisen – und auch das bevorstehende Duell mit Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr) beschäftigte ihn bereits, verriet der Cheftrainer der TSG Hoffenheim auf der Pressekonferenz am Karfreitag.
„Das wird eine große Herausforderung – aus zweierlei Hinsicht“, blickte Ilzer voraus. Einerseits, weil mit dem seit sieben Pflichtspielen ungeschlagenen Mainz ein „extrem formstarker Gegner“ nach Sinsheim komme, und andererseits, weil die Zeit der Vorbereitung aufgrund der Nationalspieler auf Länderspielreisen „recht kurz“ ausgefallen sei.
Hajdari und Avdullahu womöglich im Kader
Hinzu kommt, dass es personell „das eine oder andere Fragezeichen“ gibt, erklärte Ilzer. Eines betrifft Albian Hajdari, der sich im Einsatz für den Kosovo einen Cut über dem Ohr zugezogen hat. Der Abwehrspieler sei „mit 16 Stichen genäht“ und „sehr gut versorgt“ worden, berichtete Ilzer, außerdem habe Hajdari am Freitag schon wieder Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht. „Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass er Teil des Kaders ist“, lautete somit die Prognose.
Optimistisch gab sich der 48-jährige Trainer auch hinsichtlich des an den Adduktoren verletzten Leon Avdullahu. „Wir hoffen, dass es rascher geht als ursprünglich angenommen. Seine Verletzung entwickelt sich sehr positiv, es besteht durchaus Hoffnung, dass er morgen schon zum Spieltagskader gehört“, erklärte Ilzer. Sein Schlüsselspieler wurde zuletzt beim 0:5 in Leipzig schmerzlich vermisst.
Durch die herbe Pleite und nach nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Partien sind die Kraichgauer auf den fünften Platz zurückgefallen und somit im Rennen um einen Platz in der Champions League ins Hintertreffen geraten. „Jetzt ist Erntezeit“, sagte Ilzer: „Jetzt gewinnt die Tabelle von Spiel zu Spiel noch mehr an Bedeutung.“
Geringe Nettospielzeit ist „kein taktisches Stilmittel“
In noch sieben ausstehenden Spielen wird sich zeigen, ob Hoffenheim gleich wieder in die Spur findet oder im Saisonendspurt um die Champions League die Luft ausgeht. „Wir waren anfangs der Saison eines der effizientesten Teams. Aktuell sind wir eines der ineffizientesten Teams“, legte der Trainer den Finger in die Wunde.
Angesprochen auf den Fakt, dass die TSG mit 53 Minuten und 41 Sekunden der Bundesligist mit der geringsten Nettospielzeit in dieser Saison ist, stellte Ilzer klar, dass dies „kein taktisches Stilmittel der TSG Hoffenheim“ sei. „Es liegt am Gegner und an unserer hohen Intensität und dass sich der Gegner immer wieder Pausen nimmt.“

