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Maza über Nagelsmanns Wunsch und Algerien: „Bin halt ein Multikulti-Junge“

In der Hinrunde bei Bayer spielte Ibrahim Maza groß auf, der zuletzt auch beim Afrika-Cup für Algerien überzeugte. Dabei hätte ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann gerne beim DFB gesehen. Jetzt erklärt der gebürtige Berliner die Beweggründe für seine Entscheidung für Algerien.

Bayer-Profi erklärt Verbandswechsel

Aus Piräus berichtet Stephan von Nocks

Vergangene Woche kehrte Ibrahim Maza vom Afrika-Cup nach Leverkusen zurück, nachdem er in Marokko ein gutes Turnier gespielt hatte, aber mit Algerien im Viertelfinale gegen Nigeria (0:1) ausgeschieden war. Nach seiner Einwechselung bei Bayers 0:1-Niederlage am Samstag bei der TSG Hoffenheim dürfte der Mittelfeldspieler am Dienstag in der Champions League gegen Olympiakos Piräus erstmals in diesem Kalenderjahr wieder in der Leverkusener Startelf stehen.

Kann Werkself-Trainer Kasper Hjulmand doch die spielerischen Qualitäten des 20-Jährigen gut gebrauchen und weiß diese zu schätzen. Wie auch Bundestrainer Julian Nagelsmann im Herbst sein Bedauern ausgedrückt hatte, dass sich Maza für die Auswahl Algeriens und nicht die deutsche Nationalmannschaft entschieden hat.

Dass Nagelsmann ihn gerne beim DFB gesehen hätte, „ist halt was Schönes“

Nagelsmann hätte das im Sommer für zwölf Millionen Euro Ablöse von Hertha BSC aus Berlin nach Leverkusen geholte Talent gerne im Bereich des DFB gesehen, für den Maza in diversen U-Mannschaften spielte. Eine Aussage, die Maza schmeichelt. So sagte der Bayer-Profi am Montagabend bei der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel bei Olympiakos Piräus: „Das ist halt was Schönes, wenn er mich meint.“

Doch wie kam es dazu, dass der in Berlin geborene Maza als Sohn einer Vietnamesin und eines Algeriers sich letztlich im September 2024 für die Heimat seines Vaters entschied, der in Ibrahim Mazas Jugend dafür sorgte, dass sein Sohn eine starke Beziehung zu Algerien aufbauen konnte? Und welche Rolle spielten dabei sportliche Beweggründe wie größere Einsatzchancen?

„Ich liebe alle drei Länder und habe mich aus verschiedenen Gründe entschieden – die sind privat.“ (Ibrahim Maza)

„Ich bin halt ein Multikulti-Junge mit drei verschiedenen Nationalitäten, Deutschland, Algerien und Vietnam. Und ich hätte auch für Vietnam spielen können. Ich liebe alle drei Länder und habe mich zum Schluss aus verschiedenen Gründen entschieden – die sind privat“, sagt Maza.

Der kreative Mittelfeldspieler hatte übrigens auch eine Anfrage des vietnamesischen Verbandes („Es gab kurz Kontakt“) vorliegen, entschied sich aber am Ende für Algerien. Doch Mazas Worten zufolge spielten offenbar sportliche Aspekte bei seiner Entscheidung gegen die DFB-Auswahl keine oder zumindest nicht die entscheidende Rolle.

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