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Mainz hadert mit Standard-Gegentoren – Kein Fastnacht-Feierverbot

Drei der vier Gegentore im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund kassierte der 1. FSV Mainz 05 nach ruhenden Bällen. Nach der 0:4-Niederlage betrieben die Gäste Ursachenforschung.

BVB-Stärke „ausführlich“ besprochen

Nach Erfolgen über Wolfsburg (3:1), Leipzig (2:1) und Augsburg (2:0) ist die Mainzer Siegesserie am Freitagabend nun also gerissen. Dass am Ende eine deutliche 0:4-Klatsche in Dortmund stand, war zu einem großen Teil auch auf den Umstand zurückzuführen, dass sich der BVB bei ruhenden Bällen äußerst zielstrebig präsentierte – und Mainz eben nicht.

„Was Dortmund heute natürlich besser gemacht hat als wir, waren Standards. Da waren sie jedes Mal brandgefährlich“, musste folglich auch FSV-Kapitän Silvan Widmer bei Sky eingestehen. „Da waren wir zu weit weg von den Männern, haben uns zu wenig gewehrt. Da waren sie uns deutlich überlegen“, bilanzierte der Schweizer.

Wiederholungen der Tore hatte er zum Zeitpunkt des Interviews zwar noch nicht gesehen, die Entstehung des ersten, dritten und vierten Gegentreffers hatte er dennoch vor Augen: „Die sind alle in unserem eigenen Fünfmeterraum zum Kopfball gekommen. Ich gehe schwer davon aus, dass unser Torwart da behindert wurde, und nicht herauskommen konnte“, so Widmers Analyse. In solchen Situationen sei es die Aufgabe der Mitspieler, ihrem Torhüter „den Raum zu geben, dass er der Mannschaft wiederum helfen und die Bälle herunterpflücken kann.“

Fischer nimmt auch Batz in die Pflicht

Auch Urs Fischer, der im neunten Ligaspiel als FSV-Trainer seine zweite Niederlage hinnehmen musste, hob die Effizienz der Gastgeber bei ruhenden Bällen hervor. Da sich die Mainzer im Vorfeld „ausführlich“ mit den Dortmunder „Optionen“ bei Standards beschäftigt hatten, monierte der 59-Jährige: „Das musst du dann auch besser verteidigen.“

Im Falle des dritten Gegentreffers etwa, für den Serhou Guirassy kurz vor der Pause nach Eckball von Julian Ryerson gesorgt hatte, stimmte der Trainer mit seinem Kapitän überein, sprach aber auch Daniel Batz nicht gänzlich von Schuld frei: „Da braucht es die Hilfe der Mitspieler, aber auch der Torwart muss natürlich ein bisschen mehr machen, muss sich ein bisschen Platz verschaffen.“

Sachliche Analyse vor „schwierigem Heimspiel“

Das 0:4 wirft die Mainzer nicht aus der Bahn, so hat Fischer ohnehin „immer geäußert, dass es aus meiner Sicht bis zum Ende eng bleiben wird.“ Man werde nun „auch dieses Spiel ganz sachlich analysieren, wie wir die anderen Spiele auch analysiert haben. Es gibt einige Dinge anzusprechen, sich anzuschauen, und sicherlich zu verbessern“, erklärte der Schweizer.

Auf die Fastnacht-Feierlichkeiten jedenfalls soll die Niederlage keinen Einfluss haben, schließlich gibt es ja auch „noch ein Leben neben dem Fußball.“ Ab Dienstag aber – sprich nach dem Rosenmontag -, „ist der Fokus auf dem schwierigen Heimspiel gegen den HSV“, versicherte Fischer.

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