Vergangene Saison war Linton Maina einer der Aufstiegshelden des 1. FC Köln, doch zuletzt saß er nur auf der Tribüne. Das wird sich wieder ändern. Auch, weil Trainer Lukas Kwasniok die richtigen Impulse setzt.
Kölns Linksaußen vor Kaderrückkehr
Als der 1. FC Köln im Mai in die Bundesliga aufstieg, stand Linton Maina im Mittelpunkt. Der Linksaußen legte den Treffer zum finalen 4:0 gegen Kaiserslautern auf und verkündete im Jubel seine Vertragsverlängerung. Wenige Monate später war der 26-Jährige außen vor.
Zuletzt stand er nicht einmal mehr im Spieltagskader, ein Einsatz in der Liga ist bislang nicht verbucht. Die Neuzugänge Jakub Kaminski (23, Wolfsburg) und Said El Mala (19, Leihrückkehrer von Viktoria Köln) haben ihm den Rang abgelaufen. Sportdirektor Thomas Kessler versuchte nach dem 3:3 in Wolfsburg die Situation zu normalisieren: „Der Trainer hat die Qual der Wahl. Das ist sicherlich eine sehr, sehr harte Entscheidung.“
Kwasniok will mehr Leistung sehen
Eine, die Trainer Lukas Kwasniok traf. Der 44-Jährige muss aufgrund des enormen Konkurrenzkampfs immer wieder Profis aus dem Spieltagskader streichen. Wie zuletzt Aufstiegsheld Maina.
„Ich behaupte voller Überzeugung, dass ich zu Linton ein super Verhältnis habe“, betont der Coach. Kwasniok begründete seine Entscheidung: „Aber ich bin sicher, dass er nicht am persönlichen Limit ist.“ Maina sei ein wichtiger Faktor beim FC gewesen, aber eben in der 2. Liga. Nun mischen die Geißböcke in der Bundesliga mit, ein anderes Kaliber.
Kwasniok will aus seinem pfeilschnellen Angreifer „das letzte Quäntchen herauspressen für die Bundesliga“. Der Tribünenplatz zuletzt darf dabei als Schuss vor den Bug verstanden werden, der Trainer triezt seinen Profi zu mehr Leistung: „Dazu sind manchmal auch unpopuläre Maßnahmen nötig.“ Funktioniert hatte das zuletzt zum Beispiel schon bei Mittelfeldspieler Denis Huseinbasic, der ebenfalls aus dem Kader flog und dann nach einer deutlichen Steigerung der Trainingsleistung wieder in die erste Elf rotierte.
Maina kehrt in den Kader zurück
So dürfte es nun auch bei Maina laufen, über den Kwasniok deutlich versöhnliche Worte verlor. „Ich werde einen Teufel tun, ihn fallen zu lassen“, betonte der FC-Coach. Verständlich, denn RB Leipzig, der Gegner am kommenden Samstag, ist für einen schnellen Umschaltspieler fast ideal. „Er wird höchstwahrscheinlich wieder im Kader sein, nach einer guten Trainingswoche“, lobte Kwasniok und deutete neben der Kaderrückkehr auch Einsatzzeit an: „Es wäre nicht überraschend, wenn er eine entscheidende Rolle spielen könnte.“
Des Trainers Plan wäre dann voll aufgegangen – und Maina wieder mittendrin statt außen vor.

