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Kwasniok nimmt Team in Schutz: „Die Ausrichtung war sehr offensiv“

Der 1. FC Köln hat sich am Sonntag in einem spektakulären Test mit 7:4 von Vitesse Arnheim getrennt. Nach dem kapitalen Fehlstart nahm Lukas Kwasniok sein Team in Schutz.

Nach frühem 0:3 im Test

Auch wenn es das Klub-TV war, das ihn gleich nach dem Schlusspfiff des Testspiels gegen Vitesse Arnheim (7:4) interviewte – Lukas Kwasniok konnte nicht verhehlen, dass ihm Teile der Vorstellung seiner Mannschaft ein bisschen peinlich waren. Technische Mängel, Fehlpässe, schlechte Positionierung, jede Menge Ballverluste, nicht klar in Abwehr und Aufbau – das waren die Fehler, die dazu führten, dass es nach gut 40 Minuten 3:0 für den niederländischen Zweitligisten stand. „Das hat mich überrascht, dieses unsaubere Spiel“, erklärte Kwasniok, der möglicherweise am meisten davon überrascht gewesen sein dürfte, wie schlecht sein Team spielen kann.

Wer mit einem Trainer-Donnerwetter Richtung Mannschaft gerechnet hatte, sah sich allerdings getäuscht. Ehrliche Haut, die er ist, lud der Kölner Trainer einen Großteil der Schuld auf sich. Seine Entscheidung, mit Timo Hübers lediglich einen „gelernten“ Innenverteidiger aufgestellt zu haben, war voll nach hinten los gegangen.

Nicht nur die letzte Reihe war geschwächt, auch das gegen Leicester City (3:1) so gut funktionierende Zusammenspiel zwischen Sebastian Sebulonsen und Jan Thielmann auf der rechten Seite war gesprengt. „Die Ausrichtung war sehr offensiv“, so Kwasniok, „ich dachte, wir können einen holländischen Zweitligisten besser bespielen.“

„Wir nähern uns immer mehr einer vermeintlichen Startelf an.“ (Lukas Kwasniok)

Konnten sie nicht, auch deshalb nicht, weil etwa Neuzugang Isak Johannesson viel zu fahrig auftrat und jede Menge Bälle in der gefährlichen Zone verdaddelte. „Durch die Fehler im Spielaufbau ist es uns dann um die Ohren geflogen. Die Energie war dann aber wichtig und gut. Wir haben weiter gemacht und uns dann noch belohnt.“ Was den Trainer sehr erfreute: „Die Jungs haben nicht aufgegeben. Sie wollten.“

Aches Knie lädiert und gekühlt

Zum Beispiel nach dem klaren Rückstand in der ersten Stunde, den schließlich Jakub Kaminski und Linton Maina mit ihren Toren egalisierten. Und auch die erneute Führung der Holländer zu Beginn des dritten der vier Viertel Spielzeit über jeweils 30 Minuten sorgte nun nicht mehr für Chaos – im Gegenteil: Ragnar Ache besetzte den Strafraum und wurde entsprechend mit Flanken gefüttert. Drei Treffer erzielte der Neuzugang vom 3:4 zum 6:4 und untermauerte seinen Anspruch auf einen Startplatz im Sturmzentrum.

Allerdings verließ der Mittelstürmer den Rasen mit einem lädierten und entsprechend gekühlten Knie. Dennoch dürfte der Trainer an ihn gedacht haben, als er sich über die Elf zum Saisonbeginn äußerte: „Wir nähern uns immer mehr einer vermeintlichen Startelf an.“

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