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Kovar fest zur PSV Eindhoven: Warum die Kaufpflicht jetzt greift

Matej Kovar hat Bayer 04 endgültig verlassen. Für den tschechischen Nationaltorhüter, der im Sommer an die PSV Eindhoven verliehen worden war, greift jetzt eine ungewöhnliche Kaufpflicht. Diese bringt Bayer 04 bilanzielle Vorteile.

Bayer-Leihgabe erhält Vertrag bis 2030

Das Kapitel Bayer 04 Leverkusen ist für Matej Kovar endgültig zugeschlagen. Am Dienstag gab der deutsche Vizemeister bekannt, dass der tschechische Nationaltorhüter fest zum niederländischen Meister wechselt. Der 25-Jährige erhält in Eindhoven einen Vertrag, der über viereinhalb Jahre läuft, ist somit bis Sommer 2030 an den aktuellen Tabellenführer der Eredivisie gebunden.

Einhovens Kaufpflicht wurde durch den PSV-Sieg gegen Excelsior aktiviert

Dass Kovar, der im Sommer in die Niederlande verliehen worden war, fest dorthin wechselt, kommt alles andere als überraschend. Hatte der kicker doch bereits bei Abschluss des Leihgeschäfts davon berichtet, dass die Klubs eine Kaufpflicht für den Keeper ausgehandelt hatten.

Eine Variante davon war, dass diese greift, wenn Eindhoven nicht absteigt. Dieser Teil der Klausel war allerdings trotz 35 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz theoretisch noch nicht erfüllt. Allerdings wurde ein weiterer Klausel-Bestandteil durch den 5:1-Erfolg von PSV am Wochenende beim Wiederauftakt der Eredivisie gegen Excelsior Rotterdam aktiviert, sodass die Leihe nun in einen fixen Transfer umgewandelt wurde.

Die Klubs hatten diese ungewöhnliche Vertragskonstellation gewählt, damit Bayer 04 die Transfereinnahmen für Kovar in das Bilanzjahr 2026 schieben konnte. Dadurch konnte der Werksklub seinen Transfergewinn für das Jahr 2025, der unter anderem durch den Bundesliga-Rekordverkauf von Florian Wirtz zum FC Liverpool für 125 Millionen Euro plus Boni entstand, rein bilanziell kleiner halten.

Bayer erhält etwa fünf Millionen Euro Ablöse plus Boni

Kovar war 2023 für eine fixe Ablöse von fünf Millionen Euro, die durch Boni in den Bereich von sieben Millionen Euro anstieg, von Manchester United nach Leverkusen gekommen, setzte sich aber nie als Nummer 1 in Leverkusen durch. Für ihn erhält Bayer 04 nun eine Ablöse, die im Bereich von fünf Millionen Euro liegt. Zusätzlich wurden Bonusvereinbarungen getroffen, sodass der Bundesligist am Ende mit der Personalie Kovar voraussichtlich keinen Verlust machen wird. Und das, obwohl Bayer bereits vor Kovars Leihe nach Eindhoven mit Mark Flekken eine neue Nummer 1 verpflichtet hatte, wodurch der Werksklub keine optimale Verhandlungsposition besaß.

Für den Fall, dass Eindhoven Kovar, der sich bei der PSV gegen Nick Olij durchgesetzt und bereits 26 Pflichtspiele in dieser Saison absolviert hat, in Zukunft mit Gewinn verkaufen wird, hatte sich Bayer 04 im Sommer zudem eine Weiterverkaufsbeteiligung gesichert.

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