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Kessler verrät: El-Mala-Brüder haben keine Ausstiegsklausel

Im Sommer war Said El Mala heftig umworben worden, entschied sich aber für eine Vertragsverlängerung beim 1. FC Köln – ohne Ausstiegsklausel, wie FC-Sportdirektor Thomas Kessler verriet.

Bis 2030 an Köln gebunden

Knappe 15 Minuten hat Said El Mala im Trikot des 1. FC Köln absolviert. Am Sonntag gab der 18-Jährige sein Pflichtspieldebüt bei den Geißböcken im DFB-Pokal gegen Jahn Regensburg (2:1) und half dabei, spät einen 0:1-Rückstand zu drehen und das Erstrunden-Aus abzuwenden.

Der Dribbler ist eines der größten Versprechen beim FC, seitdem er 2024 gemeinsam mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Malek El Mala von Viktoria Köln zum großen Nachbarn nach Müngersdorf wechselte.

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Da die Kölner im vergangenen Sommer noch ihre Transfersperre aussitzen mussten, spielten beiden El Malas auf Leihbasis noch ein Jahr länger bei der Viktoria in der 3. Liga. Beinahe hätte Said El Mala den FC ohne Einsatz wieder verlassen: Durch seine Leistungen für die deutsche Nationalmannschaft bei der U-19-Europameisterschaft (vier Tore in vier Spielen) machte der Youngster auf sich aufmerksam, Premier-League-Klub Brighton mit seinem deutschen Trainer Fabian Hürzeler bot einen zweistelligen Millionenbetrag.

Doch die Kölner blieben standhaft – und konnten den Vertrag des umworbenen Dribblers vorzeitig bis 2030 verlängern. Auch sein Bruder erhielt ein neues Arbeitspapier, die beiden gelten als unzertrennlich. Beim alljährlichen „Rheinischen Fußballgipfel“ der Rheinische Post plauderte FC-Sportdirektor Thomas Kessler am Mittwoch ein wichtiges Detail der Vereinbarung mit den El Malas aus: Die beiden Verträge enthalten keine Ausstiegsklausel.

„Große Fantasie“ bei El Mala

„Wir sind sehr froh, dass wir aus der Leihe heraus die Verträge von Said und Malek verlängern konnten“, erklärte der Kölner Sportchef schmunzelnd und fügte an: „Beide stehen fünf Jahre bei uns unter Vertrag und haben im Vertrag keine Ausstiegsklausel. Das ist schon ein gegenseitiges Commitment von allen Parteien, dass man sagt: Wir sind froh, gemeinsam arbeiten zu können.“

„Er hat viele Schritte zu gehen, bevor wir uns über irgendetwas unterhalten, was mehr ist als Bundesliga beim 1. FC Köln.“ (Thomas Kessler über Said El Mala)

Daher sei er auch ruhig geblieben, als das Angebot aus England ins Haus flatterte. Der Sprung in die Premier League wäre für El Mala ohnehin zu früh gekommen, findet der 39-Jährige. „Wir wollen den Jungen entwickeln und in der Bundesliga ankommen lassen“, so Kessler. Der Dribbler habe schon gezeigt, „warum wir bei ihm eine so große Fantasie haben und andere Klubs ihr Interesse hinterlegen“. Doch: „Er hat noch viele Schritte zu gehen, bevor wir uns über irgendetwas unterhalten, was mehr ist als Bundesliga beim 1. FC Köln.“

Kessler will keine übertriebenen Erwartungen

Mit dem Transfersommer und dem Kölner Kader für die neue Saison mit seinen elf Neuzugängen samt neuem Trainer Lukas Kwasniok zeigte sich Kessler am Mittwoch ebenfalls zufrieden: „Wir brauchten frisches Blut, eine höhere Qualität und einen höheren Konkurrenzkampf in der Mannschaft. Das war unser Auftrag.“

Nun startet für den Bundesliga-Rückkehrer die Saison. „Wenn wir die ersten beiden Bundesliga-Spiele verlieren, sind wir gefühlt abgestiegen. Wenn wir gewinnen, ist alles außer Europa eh eine Frechheit“, witzelte der FC-Sportdirektor über die Erwartungshaltung im Kölner Umfeld. Am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wird es eine erste Standortbestimmung geben, dann gastiert der Aufsteiger in Mainz.

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