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Kaua Santos kehrt ins Tor zurück – Toppmöller lobt Ebnoutalib in höchsten Tönen

Beim Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund will sich die Eintracht für die Niederlage im DFB-Pokal revanchieren. Im Tor hat Trainer Dino Toppmöller eine wichtige Entscheidung getroffen, vorne könnte Neuzugang Younes Ebnoutalib in der Startelf debütieren.

Offene Rechnung gegen Dortmund

Auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund hat Trainer Dino Toppmöller das Torhüter-Geheimnis gelüftet: Kaua Santos kehrt in den Kasten zurück und löst Michael Zetterer ab. Die Entscheidung war von vielen so erwartet worden, da dem hochtalentierten Brasilianer trotz der Schwächephase im Herbst weiterhin eine große Karriere zugetraut wird und Zetterer in den Spielen vor Weihnachten nicht mehr der große Rückhalt war.

Wie reagiert Zetterer?

„Wir haben uns dazu entschieden, dass Kaua Santos im Tor steht. Er ist in den letzten Wochen und Monaten in einer körperlichen und mentalen Topverfassung und hat auch jetzt einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, begründet der Coach die Wachablösung. In der Vergangenheit pendelten die Leistungen des 22-Jährigen zwischen Genie und Wahnsinn. Beim Bundesliga-Auftaktspiel wird Kaua Santos bundesweit im Fokus stehen. Man darf gespannt sein, wie er mit dieser Drucksituation zurechtkommt.

Toppmöller hat am Donnerstagmorgen mit beiden Torhütern gesprochen. Zu Zetterers Reaktion auf die Entscheidung sagt der Coach: „Wir sind alle Profis. Er hat es zur Kenntnis genommen und steht voll hinter der Mannschaft. Wir erwarten von jedem, dass er als Teamplayer die Mannschaft unterstützt. Es geht um Eintracht Frankfurt, um die Mannschaft. Genau deswegen haben wir Zetti geholt: Weil wir wussten, dass wir einen tollen Torwart bekommen, aber auch einen herausragend guten Typen. Das wird er in den nächsten Wochen auch zeigen.“

Ebnoutalib als Startelf-Option

Von den Neuzugängen besitzt Younes Ebnoutalib offenbar die besten Chancen auf einen Startelf-Einsatz. Toppmöller spricht über den aus Elversberg gekommenen Angreifer in höchsten Tönen. „Wir trauen ihm schon sehr viel zu. Younes ist ein guter Junge, sehr fleißig, sehr wissbegierig. Es kann gut sein, dass er direkt startet. Aber wir lassen uns nicht in die Karten schauen, was wir genau machen“, sagt Toppmöller.

Er verweist darauf, dass Ebnoutalib in seiner noch jungen Karriere bereits einige Widerstände überwinden musste. „Eine beeindruckende Vita“, meint der Trainer. Ebnoutalibs starke Persönlichkeit führt er auch auf dessen Erziehung zurück: „Sein Papa hat bei Olympia Silber gewonnen – in einer asiatischen Kampfsportart (Taekwondo, Anm. d. Red.). Wer sich mit diesen Themen schon mal auseinandergesetzt hat, weiß, dass es da sehr viel um Demut, Respekt und Disziplin geht. Das sind genau die Dinge, die er hier von Anfang an gezeigt hat. Das ist auch ein Grund, weshalb wir ihn unbedingt wollten.“

Kalimuendo erinnert an Burkardt

Der am Mittwoch verpflichtete Arnaud Kalimuendo wird ebenfalls bereits im Kader stehen. Ein Startelf-Einsatz käme aber überraschend, da der Franzose mit seiner neuen Mannschaft bisher nur das Abschlusstraining absolvieren konnte. Toppmöller sieht in dem 23-Jährigen eine weitere echte Verstärkung: „Sein Stürmerprofil geht in die Richtung von Jonny Burkardt. Er verfügt über ein sehr gutes Gespür für Räume und in der Box. Er hat auch eine sehr gute Abschlusstechnik, mit links, mit rechts und auch mit dem Kopf, obwohl er kein großer Wandspieler ist.“ Zudem bewege sich Kalimuendo sehr gut zwischen den Linien, könne auch fußballerisch gefährliche Situationen kreieren. „Auch vom Tempo her ist es ein Spieler, der dem einen oder anderen weglaufen kann“, schildert Toppmöller.

Für einen Einsatz von der Bank sollte Kalimuendo allemal schon infrage kommen. Viel spricht somit dafür, dass die Fans am Freitagabend bereits beide neuen Stürmer zu Gesicht bekommen werden. Toppmöller erinnert an das unglückliche Aus im DFB-Pokal Ende Oktober und frohlockt: „Ich freue mich extrem auf das Spiel, weil wir schon das Gefühl haben, dass noch eine kleine Rechnung offen ist. Wir waren in dem Spiel mindestens auf Augenhöhe, das erwarten wir diesmal auch.“ Die Akkus seien wieder voll. „Es ist gut, dass es direkt mit so einem Kracher losgeht“, betont Toppmöller. Bislang verlor der BVB in der Bundesliga zwar nur gegen den FC Bayern, doch das könnte auch als weitere kleine Extra-Motivation dienen.

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