Beim 2:2 in Köln treffen ausgerechnet die beiden Hoffenheimer Leistungsträger, deren Verträge am Saisonende auslaufen.
Hoffenheims Verteidiger bald Deutscher?
Den Vertrag mit Leistungsträger Vladimir Coufal hat die TSG erst vergangenen Woche verlängert. Wie es mit den Hoffenheimer Torschützen in Köln, Andrej Kramaric und Ozan Kabak, nach dieser Saison weitergeht, ist dagegen weiter offen. Beide betreiben gute Eigenwerbung. Kramaric erzielte in seinem 350. Pflichtspiel für die Kraichgauer sein 154. Tor, zugleich sein zehnter Saisontreffer, damit trifft der Kroate schon zum neunten Mal zweistellig. Und Kabak avanciert zu einem der aktuell torgefährlichsten Innenverteidiger der Bundesliga.
Gemessen an seinen eindeutigen Gesten dürfte die Vertragsverlängerung von Ozan Kabak eigentlich nur eine Frage der Zeit sein. Auch nach seinem zwischenzeitlichen 1:1 am Samstag in Köln sendete Hoffenheims Innenverteidiger wieder klare Signale Richtung der TSG-Fans und schlug sich mit der rechten Hand symbolträchtig auf das Vereinswappen über seinem Herzen. Allerdings wird der Kampf um Kabak mit jedem seiner Tore und mit jeder Woche ohne Vollzugsmeldung kniffliger und spannender.
Nun traf der Verteidiger nach seinem Kopfballtor gegen Freiburg sogar in zwei Spielen nacheinander, erhöhte seine Ausbeute auf stattliche vier Saisontreffer und steht damit vor einer persönlichen Bestleistung. Und das, obwohl der Türke auf vergleichsweise wenig Einsatzzeiten zurückblickt. Denn nach seiner ungewöhnlich langen Leidenszeit nach dem Kreuzbandriss im Juni 2024 hatte die TSG Kabak sehr behutsam herangeführt.
Erst im Dezember hatte der 25-Jährige erstmals wieder in der Startelf gestanden und gegen Hamburg (4:1) prompt getroffen – um danach wieder auf der Bank Platz zu nehmen. So auch nach seinem zweiten Treffer beim 3:1 in Frankfurt. Erst seit Ende Januar steht Kabak wieder durchgehend beim Anpfiff auf dem Platz. Wirkungsvoll wie eh und je, auch wenn in Köln die Kontersicherung diesmal nicht die Beste war.
Kabak weckt Interesse im Ausland – Verfahren zur Einbürgerung läuft
Nun darf man davon ausgehen, dass ein im besten Alter befindlicher und ablösefreier Spieler dieser Güte seinen Markt hat. Dem Vernehmen nach hat Kabak Interesse bei Klubs aus England, Spanien und Italien geweckt. Besonders die Aussicht auf die deutsche Staatsbürgerschaft und damit den EU-Status soll den Türken, dessen Verfahren zur Einbürgerung in Deutschland läuft, noch interessanter machen.
Umgekehrt weiß Kabak auch, was er an Hoffenheim hat, das ihn sehr verantwortungsvoll durch seine bislang schwierigste Karrierephase lotste und wohin er einst wechselte, um seine bis dahin bewegende Laufbahn wieder in ruhigere Bahnen zu lenken. Die könnte Kabak nun auch mit Hoffenheim in die Champions League führen, ein weiteres Pfund, mit dem die TSG wuchern kann.
Dem Vernehmen nach verlaufen die Gespräche mit der TSG bislang ebenso planmäßig wie Kabaks Rückführung zu alter Stärke. Die Verhandlungen sollen alsbald intensiviert und mit konkreten Zahlen unterlegt werden. Sämtliche Interessenten und Bewerber werden dabei auch die schwere Verletzung einzurechnen wissen, die den türkischen Nationalspieler enorm zurückgeworfen und fast eineinhalb Jahre ausgebremst hatte.

