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HSV: Zentrale Fragen für Polzin

Zwei zentrale Fragen muss Merlin Polzin vor dem Heimspiel seines HSV gegen Mainz 05 am Sonntagnachmittag klären: Wer ersetzt Innenverteidiger Warmed Omari und Regisseur Fabio Vieira? Zwei Rückkehrer spielen in den Überlegungen des Trainers noch keine Rolle für die Startelf.

Ramos und Sambi Lokonga sind die Favoriten

Bereits seit der vergangenen Woche sind Verteidiger Jordan Torunarigha (nach Achillessehnenproblemen) und Angreifer Yussuf Poulsen (Oberschenkelprobleme) wieder im Mannschaftstraining. Nachdem Polzin das Duo am vergangenen Wochenende in Berlin (0:0) noch nicht wieder berücksichtigt hatte, sind beide nun wieder Kaderoptionen. Mehr noch nicht. Die Gründe liegen insbesondere bei Poulsen auf der Hand: Beim Kapitän soll das Risiko vermieden werden.

Poulsen ist zurück, aber noch keine Startelf-Option

„Yussi trainiert wieder komplett“, sagt Polzin, „er wird aber sicherlich nicht von Anfang an spielen angesichts seiner Verletzungshistorie der vergangenen Wochen und Monate.“ Der Coach wird seit der Ankunft des Dänen in Hamburg nicht müde zu betonen, welchen Wert er als Charakter für die Gruppe hat, er macht aber auch deutlich, dass der HSV auch den Spieler Poulsen benötigt. „Er geht vorbildlich voran. Wir wollen aber nicht nur seine Führungsqualitäten nutzen, sondern auch die auf dem Platz.“

Bislang konnte Poulsen verletzungsbedingt nur in zwei Kurzeinsätzen mitwirken. Einer dieser aber, beim 0:0 zum Auftakt, hat den Trainer bestärkt in seiner sportlichen Einschätzung über den 31-Jährigen. „Nach seiner Einwechslung in Mönchengladbach hat Yussi definitiv gezeigt, dass er uns gut tut mit seiner Präsenz in der Box. Da sah unser Spiel deutlich anders aus als zuvor.“ Und dennoch ist klar: Angesichts der bislang und im Grunde genommen seit knapp zwei Jahren auftretenden muskulären Probleme soll Poulsen nicht zu schnell voll belastet werden.

Ramos und Sambi Lokonga winkt die Startelf

Die Frage nach der Sturmbesetzung ist folglich mit Ransford Königsdörffer beantwortet, die nach zwei Ersatzlösungen bleibt noch ein wenig offen. Omari wird mit seiner Zweikampfstärke bei gleichzeitiger Ruhe am Ball und im Aufbau mit Bänderriss und Syndesmoseverletzung bis zur Winterpause schmerzlich vermisst werden – zumal ein zweiter Verteidiger mit diesem Profil und einem rechten Fuß fehlt. Guilherme Ramos ist in Sachen Robustheit und Kopfballstärke vergleichbar, hat jedoch Defizite mit dem Ball. Dennoch ist der Portugiese der Favorit. „Gui“, erklärt der Trainer, „bringt im Spiel gegen den Ball vieles von dem mit, was Warmed auszeichnet und gerade Lufthoheit dürfte gegen Mainz eine große Rolle spielen.“

Für den Platz im Mittelfeldzentrum ist Albert Sambi Lokonga ein aussichtsreicher Kandidat. Der Belgier kam zum Ende der Transferperiode gemeinsam mit Fabio Vieira vom FC Arsenal, jetzt könnte er seinen alten und neuen Kollegen ersetzen, nachdem er aufgrund muskulärer Probleme bislang behutsam aufgebaut wurde. „Was das Fitness-Level angeht, kann er jetzt von Anfang an auflaufen“, sagt Polzin. Was seine Fähigkeiten angeht ohnehin: Der 25-Jährige ist kein klassischer Spielmacher, aber ebenfalls stark mit dem Ball, und der Trainer macht deutlich: „Es hat sich gezeigt, dass es uns gut getan hat, wenn wir mit einem klaren defensiv ausgerichteten Sechser und einen offensiv ausgerichteten Spieler im Zentrum agiert haben.“ Das spricht für Sambi Lokonga an der Seite von Nicolai Remberg und gegen eine Rückkehr von Nicolas Capaldo in die Startelf.

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