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Hoeneß: „Einfach Weltklasse. Was willst du da sagen?“

Das Freiburger Gastspiel in Stuttgart war vorwiegend geprägt von hoher Intensität und zahlreichen Zweikämpfen – und hatte am Ende mit dem VfB auch einen verdienten Sieger. Dass es zum Sieg reichte, dafür brauchte es aber einen besonderen Moment.

Demirovics besonderes Tor-Jubiläum

Eigentlich war Freiburgs Trainer Julian Schuster nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Elf in Stuttgart, so sprach er nach Abpfiff bei DAZN davon, dass „ein Unentschieden wahrscheinlich gerecht gewesen wäre“, auch weil es der SC geschafft hatte, die Stuttgarter Offensive in Schach zu halten. Am Ende war es aber ein Geniestreich des eingewechselten Ermedin Demirovic, der in der 90. Minute wunderbar per Dropkick in den rechten Knick traf und so den Unterschied ausmachte. „Es hat schon so eine Situation gebraucht, damit heute ein Ball auf unserer Seite auch reingeht“, sagte Schuster und gab zu, dass die Niederlage „sehr hart“ sei.

Für Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß wiederum war der Sieg verdient. „Die letzten 20 Minuten sah es wie Handball aus“, stellte der Coach fest und gab dabei aber auch zu, dass es sehr knifflig war. Der VfB habe in der Schlussphase zwar sehr viel Druck ausgeübt, musste aber trotzdem mächtig aufpassen, um nicht in einen Konter zu laufen, da es eben „fast unmöglich ist, das Spiel der Freiburger kontinuierlich zu unterbinden“.

Letztlich gelang es dann doch – und wie. In der Schlussminute blieb Deniz Undav hartnäckig an Patrick Osterhage dran, sodass dieser nur noch einen Notpass zu Bruno Ogbus spielte. Der wurde wiederum von Maximilan Mittelstädt unter Druck gesetzt und verlor an der Außenlinie den Ball. Dann schickte Chris Führich Undav auf links steil, der wiederum das Auge für Demirovic hatte – der Rest ist Geschichte. „Dass der Treffer so fällt, wie er fällt, ist auch glücklich“, gestand Hoeneß und lobte das „super Tor von Medo. Er trifft den überragend“. Die gesamte Entstehung des Treffers sei „super schön“ gewesen, „aber das Tor ist einfach Weltklasse. Was willst du da sagen?“

Demirovic kann es auch von Außen

Für Demirovic war es zugleich das 50. Tor in seinem 169. Bundesligaspiel – und das erste, das er von außerhalb des Strafraums erzielt hat. „Ich habe das schon so oft gehört, deswegen war es heute mal ganz gut, dass er von außerhalb reingegangen ist“ sagte er und staunte selbst nicht schlecht ob seines Treffers. „Schon sehr schön, das Tor. Der Ball lag perfekt und ich hatte eine Sekunde Zeit. Als Stürmer brauchst du auch so einen Moment der Ruhe, damit der Abschluss sauberer kommt“.

Unter dem Strich reichte der Treffer zum 1:0-Sieg – und drei weiteren Punkten, durch die sich der VfB in der Tabelle auf Platz 4 schob. „Es war toll von den Jungs, bis zum Schluss dranzubleiben und das Ding zu ziehen“, freute sich dann auch Hoeneß und merkte mit Blick auf die Tabelle an: „Das war natürlich ein Big Point gegen eine Mannschaft, die nur zwei Plätze hinter uns war. Deswegen sind wir richtig happy.“

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