Beim 3:1 gegen Bremen fehlte Dominique Heintz erneut im Kader des 1. FC Köln. Beim 32-Jährigen stehen die Zeichen im kommenden Sommer auf Trennung.
Erneut nicht im Kader
Er war gut gelaunt, als er nach dem Abpfiff des Spiels gegen Werder Bremen in Richtung der Kölner Kabine schlenderte. Das 3:1 am Sonntagnachmittag dürfte auch Dominique Heintz erleichtert haben, der 32-Jährige ist den Geißböcken schließlich emotional verbunden: Bereits von 2015 bis 2018 lief er in Rot-Weiß auf, nun steht er bereits seit 2023 wieder beim FC unter Vertrag. Doch auch diese zweite Zeit beim Traditionsklub steuert auf ihr Ende zu.
Denn am Sonntag trug Heintz keine Sportkleidung, sondern lief in zivil mit den Kindern an der Hand an den Journalisten vorbei. Trainer René Wagner hatte Heintz nicht in seinen Spieltagskader berufen, nachdem Heintz in der Vorwoche beim 2:2 gegen Frankfurt noch 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte.
Nur acht Einsätze in dieser Saison
Nun aber hatte Wagner wieder fast alle Verteidiger zur Verfügung – und verzichtete auf Heintz. Eine nicht ungewohnte Situation für den Pfälzer: In der aktuellen Saison stand er – auch wegen Verletzungen – überhaupt nur 15-mal im Kader, darunter fallen fünf Startelfeinsätze und drei Einwechslungen. Eine maue Quote für den verlässlichen Verteidiger, der schon unzählige Male aussortiert wurde und trotzdem stets Leistung bringt, wenn er doch gebraucht wird.
Wenn aber alle Konkurrenten fit sind, sieht es in Sachen Spielzeit für Heintz derzeit schlecht aus. Sechs Akteure, die als Innenverteidiger auflaufen können, stehen im Kader. In der internen Hierarchie ist Heintz inzwischen an die letzte Stelle gerückt.
In Köln könnte es eng werden
Sehr gut möglich ist, dass sich die Wege des FC und des Linksfüßers im Sommer deshalb trennen. Heintz‘ Vertrag läuft aus, mit Cenk Özkacar (25, geliehen vom FC Valencia) und Jahmai Simpson-Pusey (20, geliehen von Manchester City) gibt es zwei jüngere Abwehrspieler, von denen mindestens einer per Kaufoption gehalten werden wird – womöglich sogar beide. Dazu kommt, dass sich der FC nach kicker-Informationen explizit nach jungen, linksfüßigen Innenverteidigern als zusätzliche Alternativen umschaut.
Für Heintz dürfte es im Falle des Klassenerhalts in Köln daher eng werden – und Heintz, dessen Qualitäten unbestritten sind, könnte anderswo nochmal eine wichtigere Rolle einnehmen. Womöglich etwa bei seinem Ausbildungsklub 1. FC Kaiserslautern? Auf die Frage, ob er sich eine Rückkehr in seine Heimat vorstellen könnte, sagte er im kicker-Interview vor einem Jahr: „Ich hätte nichts dagegen, wenn ich hier (in Köln, Anm. d. Red.) noch eine längere Zeit spielen sollte. Aber im Fußball kann man nie etwas ausschließen.“

