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Grüll zum unglaublichen Bremer Comeback: „Da musst du erstmal zurückkommen“

Was für ein Spiel im Weserstadion: Werder Bremen sah gegen Bayer schon wieder sichere Verlierer aus, lag in Unterzahl 1:3 zurück. Am Ende sprang noch ein vielumjubelter Punkt heraus – ein Punkt, der sich wie ein Sieg anfühlte.

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0:1-Pokalaus in Bielefeld und dann ein 1:4 in Frankfurt zum Ligastart: Bremen hat einen verkorksten Start in die neue Saison hingelegt – das ist kein Geheimnis. Beim 3:3 gegen Bayer 04 Leverkusen im ersten Heimspiel der Saison aber zeigten die Hanseaten, dass man sie nicht abschreiben sollte.

„Wenn wir gegen Leverkusen spielen und einen Punkt holen, ist das gut“, stellte Trainer Horst Steffen nach Abpfiff bei Sky fest und ergänzte mit Blick auf den Spielverlauf an diesem Samstag: „Wenn wir lange Zeit ein Mann weniger sind und 1:3 zurückliegen, dann ist es einfach nur ein tolles Ergebnis, das sich die Jungs erarbeitet haben.“

„Das haben wir heute sehr gut gemacht“, lobte Marco Grüll die Leistung der Bremer und hob noch einmal die besondere Leistung hervor: „Mit einem Mann weniger und 1:3 hinten, da musst du erst mal zurückkommen.“ Von großer Bedeutung sei der Anschlusstreffer des eingewechselten Isaac Schmidt zum 2:3 (76.) gewesen. „Sicher war der wichtig, weil wir danach wieder mehr an uns geglaubt haben“, erläuterte Grüll: „Am Schluss haben wir alles reingehauen und den Punkt dann auch erzwungen.“

Steffen freute sich besonders darüber, dass Karim Coulibaly das entscheidende 3:3 erzielt hat. Der 18-Jährige hatte zuvor einen kapitalen Bock geschossen, der zum 0:1 geführt hatte. „Es ist eine Wahnsinnsgeschichte“, so Steffen, „dass er in der Nachspielzeit jubelt. Ich freue mich für den Jungen und hoffe, dass das Erlebnis bei ihm hängen bleibt.“

Der Bremer Coach betonte in diesem Zusammenhang auch, dass er in der Halbzeit nicht mit Coulibaly gesprochen habe, weil das auch nicht nötig sei. „Ich muss nicht in der Halbzeit noch mal Zutrauen geben“, sagte der 56-Jährige und stellte klar: „Ich vertraue den Jungs, die wissen das.“

Lob für „starke Leistung“

Insgesamt sei es „eine starke Leistung gewesen“, lobte Steffen seine Schützlinge, denen das 3:3 seiner Meinung nach vor allem mental was bringen dürfte. „Wir hatten das Gefühl, dass wir es noch schaffen“, sagte der 56-Jährige und merkte an: „Wir haben bis zum Schluss Gas gegeben. Es war gut, dass die Jungs diesen Glauben hatten, obwohl viele Dinge in den vergangenen Wochen nicht so liefen, wie sie es normalerweise kennen. Das zeigt die Stärke der Jungs und kann eine breite Brust geben.“

Ähnlich sah es auch Grüll, der auch mit Blick auf das Erstrunden-Aus im Pokal sagte, „dass es wichtig ist, wenn du so zurückkommst. Das gibt der Mannschaft sehr viel Energie und Selbstvertrauen. Wir wollen natürlich so weitermachen.“

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