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Grönbaeks erste Bewerbung beim HSV

Auf sein HSV-Debüt musste Albert Grönbaek lange warten – insgesamt und auch am Karsamstag. Mit Fitnessrückstand im Januar gekommen, verletzte sich der Däne erst, erkrankte dann und kam gegen Augsburg (1:1) erst in Unterzahl. Sein Einstand aber weckt Hoffnungen.

Leih-Profi kostet fünf Millionen Euro

Albert Grönbaek weiß, dass er nicht viel Zeit verstreichen lassen kann, folglich war der 24-Jährige sichtbar bemüht, die 23 Einsatzminuten plus Nachspielzeit für sich zu nutzen. Nachdem der Leihprofi erst seinen konditionellen Rückstand aufholen musste, erlitt er eine Faszienverletzung, laborierte dann an einem Infekt. Das bedeutet: Seine Bewährungsphase, um für eine feste Verpflichtung zu werben, dauert lediglich von der Länderspielpause bis zum Saisonende an. Der Anfang aber ist gemacht.

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„Es war das schlimmste Jahr meiner Karriere“

Weil Nicolai Remberg gesperrt und Nicolas Capaldo nach Bauchmuskelblessur noch nicht einsatzfähig war, hatte Merlin Polzin auch einen Startelf-Einsatz von Grönbaek zumindest in Erwägung gezogen, denn: „Im Training hat Albert schon gezeigt, was bei ihm möglich ist.“ Nach dessen langer Leidenszeit hat der Coach dann aber Vorsicht walten lassen. Im abgelaufenen Kalenderjahr hatte er für seine Leih-Klubs Southampton und FC Genua verletzungsbedingt lediglich elf Spiele bestritten, sagt ehrlich: „Es war das schlimmste Jahr meiner Karriere.“ Zur Einordnung: Im Sommer 2024 war er Stade Rennes noch 15 Millionen Euro wert, ehe seine Entwicklung stagnierte und er nun zum dritten Mal verliehen ist.

Der Fehlstart in Hamburg passte zum jüngsten Karriereverlauf. Der hochveranlagte Mittelfeldspieler sagt: „Natürlich ist es schwierig als neuer Spieler direkt wieder verletzt zu sein. Aber das Physioteam und die Mitspieler haben es mir leichter gemacht.“ Insbesondere Landsmann Yussuf Poulsen, hinsichtlich seiner Krankenakte ein Leidensgenosse, hat Grönbaek unterstützt – nun will der zurückzahlen. Und hat gegen die Augsburger angedeutet, dass er dazu in der Lage ist.

Als Miro Muheim Rot wegen Notbremse gesehen und Polzin mit ihm und Giorgi Gocholeishvili anstelle der Stürmer Robert Glatzel und Ransford Königsdörffer auf mehr Kompaktheit gesetzt hatte, war Grönbaek auf Anhieb im Spiel, hätte mit einem ansatzlosen Distanzschuss zudem beinahe für das Siegtor in Unterzahl gesorgt. „Ich habe den Ball richtig gut getroffen, das wäre natürlich perfekt gewesen.“

Zufrieden war Grönbaek auch ohne Torerfolg mit seinem HSV-Einstand – und haderte auch nicht mit der Jokerrolle trotz Personalnot. „Ich habe seit Dezember nicht gespielt. Es macht Sinn, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Es war gut, um wieder in den Rhythmus zu kommen.“ Er weiß, dass nächste Schritte folgen müssen. Und zwar zeitnah. Sechs Spiele bleiben ihm noch, um für einen Kauf zu werben. Fünf Millionen Euro beträgt die ausgehandelte Kaufsumme. An Ostern deutete er erstmals an, dass er das Geld wert sein kann.

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