Die TSG Hoffenheim hat zum zweiten Mal in Folge verloren und muss die Konkurrenten erstmal ziehen lassen. Während die Mannschaft wieder zurück in die Spur finden will, stehen für Andreas Schicker derweil Vertragsverhandlungen auf dem Programm.
Schicker äußert sich zu Kramaric und Asllani
Seit dem Rückrundenstart stand die TSG Hoffenheim auf einem Champions-League-Platz. Danach holte man fünf Siege aus sechs Spielen und musste sich nur bei den übermächtigen Bayern (1:5) geschlagen geben. Bei den Hoffenheimern waren die einen oder anderen Navis vielleicht schon auf europäische Reisen eingestellt.
Doch seitdem geht der TSG etwas die Luft aus. Aus den jüngsten sechs Bundesligaspielen konnte nur noch eines gewonnen werden (4:2 in Heidenheim), gegen den 1. FSV Mainz 05 setzte es schon die zweite Pleite in Folge. „Wir dürfen nicht den Kopf verlieren“, resümierte Kapitän Oliver Baumann nach dem 1:2 am Mikrofon die aktuelle Situation des aktuellen 5. der Bundesliga.
Damit schlägt er in eine Kerbe mit seinem Chef, dem Sportgeschäftsführer Andreas Schicker: „Wir haben zu einfach die Tore bekommen. Das war im letzten Spiel schon so und offensiv tun wir uns nicht so leicht. Ich denke, die Spiele, die wir vor Monaten noch gezogen haben, die ziehen wir aktuell nicht mehr.“
Schicker: „Die Leichtigkeit zurückbekommen“
Eigentlich zeigten die Hausherren einen couragierten Auftritt, waren gerade im ersten Durchgang das bessere Team, mussten aber zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Auch wenn Fisnik Asllani sehenswert zum 1:1 traf und sich damit nach dem Ausscheiden Kosovos in den WM-Play-offs „wahrscheinlich den ganzen Frust“ von der Seele schoss, fanden danach gute Gelegenheiten wie durch Alexander Prass, Albian Hajdari und Wouter Burger nicht mehr den Weg ins Tor. Auch deshalb bezeichnete der Hoffenheimer Torschütze die Niederlage als „vermeidbar“. Am Ende reichte Mainz ein Phillip-Tietz-Doppelpack zum Sieg.
Nun rücken die CL-Ränge wieder etwas in die Ferne. Weil Leipzig gleichzeitig in Bremen gewonnen hat (1:2), sind es nun drei Zähler auf Rang 4. Durchaus machbar, aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Laut Schicker täte man daher gut daran, nicht von einer historischen Chance zu sprechen. „Wir sollten die Leichtigkeit zurückbekommen. Am Ende steht die Chance sehr, sehr gut, dass es in Richtung Europa geht.“
Zukunftsfragen bei Kramaric und Asllani
Gerade das wäre auch ein Trumpf in Verhandlungen mit dem einen oder anderen Spieler, bei dem sich Zukunftsfragen stellen. Auch dazu äußerte sich Schicker und ging neben Asllani dabei auch auf Andrej Kramaric ein. „Da laufen die Gespräche und die laufen meines Erachtens gut. Andrej hat ein Angebot von unserer Seite vorliegen, und jetzt geht es einfach darum, eine Lösung zu finden“, bestätigte er den Wunsch nach einer Verlängerung mit dem TSG-Rekordspieler. „Jeder weiß am Ende auch, welchen Status er hier hat. Wenn es nach uns geht, wollen wir natürlich, dass der Andrej hier bleibt.“
Etwas anders ist der Fall Asllani gelagert. Große Vereine seien an dem 23-Jährigen interessiert. Dessen Berater Ayman Dahmani hat zuletzt gar den FC Barcelona ins Spiel gebracht. Das wundert den Sportgeschäftsführer nicht, habe er sich doch „sehr, sehr gut entwickelt“. Es sei derweil ein „offenes Geheimnis“, dass es eine Ausstiegsklausel für Asllani gebe, die im Falle eines Abgangs auch eine „schöne Summe“ ergeben würde. Grundsätzlich wolle man als Verein jungen Talenten auch nicht im Wege stehen, sei ein Klub, „der die Tür wieder aufmacht und den nächsten Schritt ermöglicht“.
Dinge, mit denen sich Asllani selbst nicht beschäftigen will. „Lasst mich meinen Fußball spielen und wir können am Ende der Saison reden“, sagte er und hat mit der TSG noch einiges vor. „Wir werden weitermachen und wir werden zurückkommen.“ Vielleicht geht es dann wirklich bis in die Champions League.

