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Fritz stellt Feuerwehrmann in Aussicht – und schließt interne Lösung aus

Der neue Trainer von Werder Bremen wird nicht aus den eigenen Reihen kommen. Den Kandidatenkreis hat Werders Geschäftsführer Clemens Fritz bereits „eng definiert“ – auch eine Feuerwehrmann-Lösung ist möglich.

Wer wird Steffen-Nachfolger?

Seit Sonntagvormittag braucht Werder Bremen einen neuen Cheftrainer. Nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach, dem zehnten Spiel in Folge ohne Sieg, traf Geschäftsführer Profifußball Clemens Fritz die seiner Ansicht nach „schwere Entscheidung“, sich von Coach Horst Steffen zu trennen. Nun begibt Fritz sich auf die Nachfolger-Suche – für die er aber schon einige Vorkehrungen getroffen hat.

Man habe den Kandidatenkreis „eng definiert“, sagte Fritz am Sonntag bei einer Medienrunde im Weserstadion. „Es ist nicht so, dass wir uns jetzt noch mit zehn Namen beschäftigen. Wir wissen, was wir brauchen. Wir wissen, was wir suchen.“ Dabei schloss Fritz auch nicht aus, dass Werder einen klassischen Feuerwehrmann installieren könnte – also einen Trainer, der nur bis zum Saisonende bleibt, um den Klassenerhalt zu sichern, um danach im Sommer wieder eine langfristige Lösung zu installieren. Konkrete Namen kursieren allerdings noch nicht.

Eine interne Lösung schloss Fritz allerdings aus. „Das Ziel ist ganz klar eine externe Lösung“, so der 45-Jährige. „Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls, eine neue Energie und ein Stück weit auch eine neue Ansprache brauchen, um uns aus dieser Situation herauszuziehen.“ Dieser Impuls solle „von außen“ kommen, stellte Fritz klar.

Groß und Duarte könnten auch gegen Freiburg coachen

Damit dürfte auch der langjährige Werder-Trainer Thomas Schaaf nicht infrage kommen. Schaaf war 2021 für das letzte Saisonspiel als Feuerwehrmann an die Seitenlinie zurückgekehrt, konnte den Abstieg in die 2. Bundesliga damals aber nicht verhindern. Auch wenn Schaaf kein offizielles Amt mehr bei Werder ausübt, wäre er wohl keiner, der die Anforderung als externer Impulsgeber erfüllen würde.

Auch eine Beförderung von Frauen-Trainerin Friederike Kromp oder von U-19-Coach Cedric Makiadi schloss Fritz aus. Möglich ist allerdings, dass die beiden bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß die Mannschaft noch länger interimistisch coachen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Einerseits solle der Nachfolger so schnell wie möglich gefunden werden, andererseits auch nicht überstürzt. „Wir werden uns die nötige Zeit nehmen“, so Fritz, der auch in Aussicht stellte, dass Duarte und Groß die Mannschaft am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in Freiburg coachen.

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