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„Extreme Häufung“: Auffällig viele Muskelverletzungen setzen Köln zu

Seit Jahresbeginn muss der 1. FC Köln immer wieder Blessuren ähnlicher Art melden. Das verschärft die Personalnot, doch Trainer Lukas Kwasniok wirkt noch ratlos ob die Ursache.

Kwasniok auf Spurensuche

Am Montag hagelte es zwei Hiobsbotschaften für Sebastian Sebulonsen und Jan Thielmann, am Dienstag die nächste für Joel Schmied: Alle drei Profis des 1. FC Köln fallen mit Muskelverletzungen aus. Und auch Said El Mala, mit 19 Jahren der jüngste des Quartetts, spürte nach dem 2:2 gegen Hoffenheim eine Verhärtung im Muskel. Im Gegensatz zu seinen drei Kollegen besteht bei ihm aber die Hoffnung, am Freitagabend in Augsburg (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) mitwirken zu können.

Ein schmaler Grat und ein nicht zu unterschätzender Aspekt

„Eine ganz kuriose Situation, die ich in der Form auch noch nicht erlebt habe“, ist die außergewöhnliche Häufung der Muskelverletzungen für Trainer Lukas Kwasniok. Seit dem Jahreswechsel wird das Team quasi von einer Flutwelle der immer gleichen Diagnose getroffen: Auch Alessio Castro-Montes fehlt derzeit deswegen, Jahmai Simpson-Pusey hat seine Blessur in dem Bereich gerade überstanden. Für Schmied ist es wie für Dominique Heintz bereits die zweite Ausfallzeit aus diesem Grund, Thielmann ist ebenfalls zum zweiten Mal betroffen. Die Situation scheint wie verhext.

„Bis zum Spiel in Gladbach (1:3) hatten wir nicht eine Muskelverletzung“, schildert Kwasniok. Dann traf es Thielmann und Schmied zum ersten Mal. „Seitdem gibt es eine extreme Häufung, das ist nicht von der Hand zu weisen“, sagt der 44-Jährige, der sich nun auf Spurensuche nach den Ursachen begibt.

Dass die Antwort nicht simpel sein wird, steht für den Fußballlehrer jetzt schon fest: „Es ist immer ein Sammelsurium von Gründen.“ Die Annahme, er werfe gerade genesene Spieler wieder so schnell rein, wollte Kwasniok so aber erst mal nicht stehen lassen. Es sei ein schmaler Grat, denn einerseits müsste man Spieler ja behutsam aufbauen, andererseits dürfe man sie auch nicht zu lange aus dem Spiel- und Trainingsbetrieb herausnehmen, um den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen.

Die Spurensuche hält an

„Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist einfach die Intensität der Bundesliga und unserer Spielart, nach Möglichkeit voll dagegenzuhalten“, glaubt Kwasniok außerdem. Mit insgesamt 2774,82 Kilometern Laufleistung in dieser Saison steht der FC tatsächlich auch auf Rang 3 im Liga-Vergleich. „Die Jungs sind dann komplett am Anschlag und in der Summe kommt es zu den Muskelverletzungen“, vermutet der Coach.

Zum wiederholten Mal in dieser Saison wird er am Freitagabend in Augsburg deswegen seine Startelf massiv umbauen müssen. „Die medizinisch-athletische Abteilung“, stellt Kwasniok jedenfalls klar, „ist absolut top“. Was natürlich die Frage aufwirft: An welcher Abteilung liegt die Misere dann? Kwasnioks Spurensuche, so scheint es, ist da noch nicht abgeschlossen.

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