Nach dem Pokalerfolg in Berlin gibt es bei den Freiburgern in der Liga personelle Veränderungen, weil Johan Manzambi und Julian Schuster gesperrt sind.
Manzambi soll die Rotsperre sinnvoll nutzen
Julian Schuster ist eigentlich davon ausgegangen, dass er bis zum Ende der Saison ohne Sperre durchkommt, obwohl er vor dem Heimspiel gegen Bremen schon drei Gelbe Karten auf dem Konto hatte. Co-Trainer Patrik Grolimund hatte deshalb schon vor dem Heimsieg gegen Werder angefragt, ob man sich nicht schon mal für den Fall vorbereiten sollte, erzählte der SC-Trainer nach dem Heimspiel, in dem er seine vierte Gelbe gesehen hat. „Den Termin können wir uns sparen, ich schaffe das“, habe er damals geantwortet, wie er lachend sagte. „Aber wir loben ja immer die Breite und Qualität des Kaders, und das ist auch im Trainerteam der Fall.“
Im badischen Duell bei der TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) wird nun Lars Voßler einen Teil der Jobs des Cheftrainers übernehmen. Er kennt diese Rolle schon, weil er auch schon als Co-Trainer von Christian Streich eingesprungen ist und ihn vertreten musste, als er mit Rückenproblemen und auch mal mit einer Corona-Infektion ausgefallen ist. Auch wenn er das Spiel letztlich „aus einer anderen Perspektive verfolgen“ muss, werde sein Fehlen „für die Jungs in der Vorbereitung nicht wirklich spürbar sein“, ist Schuster überzeugt. „Es bleibt bei den gewohnten Abläufen, da gibt es gar nicht so viele Veränderungen, außer dass ich während des Spiels nicht an der Linie bin.“
Mehr schmerzen dürfte die Freiburger, dass sie nicht nur am Samstag in Sinsheim, sondern auch in den beiden Spielen danach auf Johan Manzambi verzichten müssen, der eine Rotsperre absitzen muss. „Wir haben schon überlegt, wie wir die Phase nutzen können, um in bestimmten Bereichen zu arbeiten“, sagte Schuster. Unter anderem soll der Schweizer „im Kraftbereich Akzente setzen“, und es sei auch gut für ihn, dass der Sport-Club komplette Trainingswochen mit der Mannschaft vor sich hat, weil es für den SC erst im März in der Europa League und damit mit englischen Wochen weitergeht.
Die vergangene war hingegen noch eine, in der die Freiburger auch noch durch die Verlängerung und das Elfmeterschießen im Pokal-Viertelfinale bei Hertha BSC Zusatzschichten schieben mussten. „Der eine oder andere hat seinen Tank komplett geleert und hatte auch nichts mehr auf der Reserveanzeige“, meinte der SC-Coach, der trotzdem davon ausgeht, dass die vier Tage bis zum Spiel und das Erfolgserlebnis in Berlin für die nötige Frische sorgen. Neue personelle Optionen gibt es nicht, da Lukas Kübler (Knieprobleme) und Philipp Lienhart (Bauchmuskelverletzung) weiterhin ausfallen.
Hoffenheim ist für Schuster eine Mannschaft, „die sehr eingespielt ist, sehr viel Selbstvertrauen hat und klare Abläufe, offensiv wie defensiv“, weil sie oft mit der gleichen Aufstellung spielt. Dass die TSG ligaweit die meisten Fouls (287) begangen hat, sei damit zu erklären, dass sie sehr viele Zweikämpfe führe, deswegen müsse es seinem Team gelingen, die entscheidenden zu gewinnen. Bei seinem Lieblingsgegner, gegen den der Sport-Club seit acht Spielen nicht mehr verloren hat, könnte er auch die Auswärtsbilanz in dieser Saison aufpolieren. Erst zwei Siege holten die Freiburger in fremden Stadien, in Bremen (3:0) in der Hinrunde und kurz vor Weihnachten beim spektakulären 4:3 in Wolfsburg.

